Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

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Dash
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Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#1 Beitrag von Dash »

Schon mal im Vorgriff auf Montag

Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

Hier mal bitte eure Eindrücke rein.
Was war gut, was gilt es zu verbessern?
Wasserstellen, Toiletten, Gelände, Camping....

Veranstalter liest mit, also ran an die Tasten.
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sumisu
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#2 Beitrag von sumisu »

Ich fasse schon mal den ersten Tag zusammen, da das gestern zum Teil echt gar nicht ging:

Wir sind ziemlich früh los und waren kurz vor 18:00h an der Bändchenausgabe. Das lief alles einwandfrei. Dann sind wir hoch in Richtung Steinbruch/Zeltplatz. An der Zufahrtstraße zum Steinbruch standen dann 2 Securities, die weder deutsch, noch englisch soweit beherrschten, dass sie sich ordentlich artikulieren konnten. Das wäre grundsätzlich kein Problem, wenn sie denn nicht vehement behauptet hätten, dass die Zufahrt in diesem Jahr kein Eingang wäre. Außerdem sei da am Donnerstag eh nix. Da ich das nicht glauben konnte, ich mit meinen Erklärungsversuchen inkl. Pocketplaner jedoch nicht weiter kam, gingen wir dann weiter hoch.

An der ersten Sicherung habe ich dann nochmal gefragt und zu meiner Überraschung bestätigte mir der nächste (deutsch sprechende) Mitarbeiter, dass der Eingang jetzt weiter oben sei. Ok, dachte ich mir (mit sehr schlechtem Gewissen, dass ich die anderen Leute schon etwas grantig angegangen bin), lassen die echt die Meute komplett um den Steinbruch laufen. Eventuell ist das ja besser für die, die campen. Oben angekommen erklärte man mir dann jedoch, dass das alles Quatsch sei und der Eingang da ist, wo er immer ist.

Also wieder zurück. An der Sicherung den Typen gefragt, was der Scheiß soll und der hat mit seinem Kollegen weiter darauf beharrt, dass heuer unten kein Eingang ist. Ich wäre auch der erste, der wieder zurück käme... Ich habe dann eins von den Helferfahrzeugen aufgehalten und die sagten, dass sich nichts geändert habe. Wieder an der ursprünglichen Zufahrt angekommen kamen die 2 vom ersten Versuch auf mich zu, entschuldigten sich und bestätigten dann, dass das eine Fehlinformation war. In Summe frage ich mich, wie es zu so einem Chaos überhaupt kommen kann.

Ok, dann hoch zum Steinbruch. Der Einlass war jedoch noch nicht geöffnet, da eine sehr unfreundliche "Aufseherin" meinte, dass sie noch kein OK hätte. Obwohl am Eingang alle Besucher echt entspannt waren, hat sie allen um sich herum, inkl. ihrer Kollegen in einem 80er-Jahre-Vorgesetzten-Ton unmissverständlich klar gemacht, dass da jetzt keiner rein kommt. Hat dann zwar nicht lange gedauert aber ich war echt bedient.

Am ersten Bierstand habe ich dann natürlich gleich ein Bier mit 50% Schaumkrone bekommen. Ab da wurde es dann aber super. Russkaja haben extrem gut abgeliefert, der Steinbruch hat sich gefüllt und Kafvka waren überraschend gut. Turbobier habe ich dann nicht mehr so richtig mitbekommen (was mich im Nachhinein etwas irritiert, da ich erst heim bin als die schon fertig waren). Es war damit dann aber doch noch ein extrem guter Auftakt. Organisatorisch ist da noch sehr viel Luft nach oben. Schauen wir mal, wie es heute wird.
bitte langsam und deutlich schreiben - ich bin über 50...

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Dash
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#3 Beitrag von Dash »

Danke für den Lagebericht!
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Isabel
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#4 Beitrag von Isabel »

Also das mit den 2 Secus, die kein Deutsch sprechen (Englisch haben wir nicht probiert) kann ich bestätigen :lol: Aber lustig ist es ja eigentlich nicht. Im Notfall müssen die sich schon verständlich machen können...

Wir kamen nach offizieller Einlasszeit oben an, alles recht entspannt.

Und ja, Russkaja haben genial abgeliefert :daumenhoch01: 8)

Positiv aufgefallen sind uns nach 2 Jahren Pause, dass der xxxxx-Stand, der mit seiner Party-Mukke gerne mal die Bühne übertönt hat, weg ist.

Negativ könnte man werten, dass das Catering-Angebot inzwischen recht beschränkt ist. Pizza und Bratwurst, das wars. Vielleicht gab's in den letzten Jahren auch zu wenig Nachfrage.

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#5 Beitrag von unterfranke06 »

Ich liebe GreenCamping :10:

Das war mein Fazit so far... Die CarDeRobe kann ich nicht mehr empfehlen.
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#6 Beitrag von lauerlau »

Da es hier noch recht still ist, habe ich mir mal nen Account gemacht und mache mal den Anfang. Aber erstmal Hallo ans Forum, toll, dass es euch gibt! Bin seit längerer Zeit Mitleser und immer begeistert von den sachlichen Diskussionen.
Dieses Jahr war mein fünftes Taubertal und das Dritte mit der "Zonenregelung". Wir waren bisher immer in der roten Zone. Jetzt aber zum Feedback:

Anreise: Wir sind mittwochs angereist, sprich am Chaostag. Da wir ganz in der Nähe wohnen (ca. 1h Fahrtzeit) haben wir beschlossen wie jedes Jahr am Nachmittag gegen 15:00 anzureisen. Um 15:00 standen wir also in der Schlange. Entgültig am Zeltplatz waren wir um ca. 22:00. Das ist halt wirklich eine Hausnummer. Hier hat meiner Meinung nach ein durchdachter Notfallplan für eben dieses Szenario gefehlt. Wenig später haben die Traktoren ihre Arbeit dann eingestellt, alle die noch in der Schlange standen, mussten die Nacht im Auto verbringen, sehr unschön. Ich habe absolut Verständnis, dass das eine Ausnahmesituation ist. Aber als etabliertes Festival, das so lange Zeit an immer der gleichen Location stattfindet, deren Campingplatz halt nunmal ein Acker ist, kann man sowas meiner Meinung nach nicht bringen.

Evakuierung am Freitag: Das ist wohl der worst-case aus Sicht des Festivalbetreibers. Meiner Meinung nach lief die Sache gut ab. Hier abzuwägen, ab welchem Zeitpunkt evakuiert werden soll ist extrem schwierig, weil irgendjemand immer meckern wird. Die Entscheidung war jedenfalls gut getroffen. Dass Offspring und Bullet nicht gespielt haben ist natürlich schade, aber so ist das nunmal bei einem Open Air.

Campingplatz Berg: Jetzt gibts Kritik. Vielleicht hatten wir all die Jahre einfach bessere Plätze, vielleicht ist es aber wirklich so, dass es dieses Jahr extrem laut war. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass der Wahnsinn auf dem Campingplatz immer mehr zunimmt. Wir lieben das Taubertal ja für seine verrückten Camps, aber manchmal geht es einfach zu weit. Dass laut Platzordung (semi-)professionelle PA verboten ist, interessiert kein Mensch. Ich würde mir wünschen, dass die Platzordung hier mal ein wenig strikter durchgesetzt wird. Niemand verlangt, dass es um 24 Uhr muksmäuschenstill sein muss. Aber wenn man um 4 Uhr nachts noch nicht schlafen kann, weil es schlicht zu laut ist, läuft dann doch etwas verkehrt oder bin ich hier einfach mittlerweile zu spießig?

Müll: Auch hier hab ich das Gefühl, dass es jedes Jahr schlimmer wird. Der Sturm am Freitag hat natürlich viele Pavillons zerstört, unseren eingeschlossen. Aber dass es die Menschen einfach nicht gebacken kreigen, ihren eigenen Müll aufzuräumen regt mich von Jahr zu Jahr mehr auf. Auch, das eigentlich funktionale Sachen aus Faulheit einfach stehen gelassen werden ist doch einfach verrückt. Das Resultat ist bekannt: steigende Ticketpreise wegen exorbitanten Müllkosten. Hier muss irgenwie sehr viel vehementer durchgegriffen werden, nicht nur wegen des Geldes sondern auch, um das endlich mal in das Bewusstsein der Leute zu klopfen.

Becks-Bier: Ich werde jetzt nicht wie üblich gegen Becks allgemein wettern, sondern will einfach mal einen Gedankenanstoß geben. Das Taubertalfestival postioniert sich als Veranstalter über seine Bandauswahl mal eher in die politisch linke Richtung. Jede zweite Bands wettert gegen Nazis, Ungerechtigkeit und Fremdenhass, was natürlich auch ne super Sache ist. Gleichzeitig holt man als Vertragspartner Becks ins Boot, die auf allen Veranstaltungen als mobile Bierverkäufer, was so ziemlich der madigste Job der Welt ist, ausschließlich dunkelhäutige Menschen ein. Da passt für mich was überhaupt nicht zusammen. Dass diese dann darauf geschult werden, das Bier immer unter Eich zu verkaufen, ist ja bekannt.

Bands: dafür gibt´s ja ein eigenes Topic, deswegen kurz: Die Bands wiederholen sich bekannterweise sehr stark. Lineup war für mich 6/10, da wäre mehr gegangen.

So, das ist jetzt doch ein bisschen mehr geworden, als geplant war. Ich hoffe, der Veranstalter liest tatsächlich mit und es war was konstruktives dabei. Freue mich auch auf weitere Beiträge, vielleicht hab ich ja ein komplett verkehrtes Bild dieses Jahr?
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The Reaper
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#7 Beitrag von The Reaper »

Insgesamt fand ich das Festival wieder sehr gelungen, aber es gab schon bessere Jahre...

Positiv:
- Wir haben wieder den gleichen Platz bekommen wie die Jahre zuvor. Diesmal aber mit sympathischeren Nachbarn, die Leute mit ihrem Pool waren ein Stück weiter weg. :mrgreen:
- Essensauswahl: Ich fand die Auswahl dieses Jahr echt top. Besonders gut fand ich den Inder in der Ecke, bei welchem es verschiedene Wraps gab. Außerdem natürlich das allseits beliebte Handbrot. Den Grillstand mit dem Schweinefleisch im Brötchen fand ich okay. Das Brötchen hat zwar satt gemacht, war aber dann doch etwas zu viel Fleisch. Da lieber weniger Fleisch aufs Brötchen und dafür etwas günstiger (Preis war 7€ für einen Haufen Fleisch im Brötchen ohne Soße....) Aber wie ich dann noch erfahren hab, gab es drinnen neben dem Handbrot noch den Stand mit dem "Vital-Burger", der auch gegrilltes Schwein mit Kraut und Salat im Brötchen verkauft hat. Leicht negativ aufgefallen ist mir der Asia-Stand auf dem Gelände. Da hat es beim Vorbeilaufen am Freitag nicht gerade einladend gerochen.
- Wieder Dixis vor dem Zeltplatz Tal, somit mussten die Mädels nicht jedesmal 50cent zahlen, wenn sie aufs Klo mussten.
- Die Sauberkeit auf dem Zeltplatz Tal. Sonntags haben schon viele abgebaut, aber man hat überall grüne Wiese gesehen, der Müll wurde da schon ziemlich ordentlich entsorgt. Ein paar Ausnahmen gibt es leider immer und da würde ich mir doch mal wünschen, dass das Umweltteam auch auf dem Zeltplatz mal Präsenz zeigt und die Leute zum aufräumen animiert.

Negativ:
- Abstimmung zwischen den Securitys. Bei der Evakuierung hieß es am Geländeausgang, dass alle erstmal unter ihren Pavillon bzw in ihr Zelt sollen. Ein Kumpel der etwas später vom Gelände kam hat dann auf der Holzbrücke zufällig mitbekommen, dass der Zeltplatz ebenfalls evakuiert werden soll. Wir haben dann noch schnell unsere wichtigsten Sachen geschnappt und sind zu unseren Autos. Hätte man hier etwas früher zumindest angekündigt, dass es eine Sturmwarnung gibt, dann hätte man sich auf die Evakuierung vorbereiten können. (Unser Stand war, dass es Samstag früh etwas Regen geben soll, wir hatten zuletzt am Donnerstag den Wetterbericht gecheckt.) So waren wir im Endeffekt völlig durchnässt am Auto ohne Wechselklamotten. Zum Glück hatten wir noch einen Fahrer und konnten so gleich heim fahren.

Insgesamt war es aber wieder ein tolles Taubertalfestival, ich werde im nächsten Jahr wieder dabei sein. :)

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#8 Beitrag von unterfranke06 »

The Reaper hat geschrieben: Montag 12. August 2019, 20:29 Insgesamt fand ich das Festival wieder sehr gelungen, aber es gab schon bessere Jahre...

Positiv:
- Wir haben wieder den gleichen Platz bekommen wie die Jahre zuvor. Diesmal aber mit sympathischeren Nachbarn, die Leute mit ihrem Pool waren ein Stück weiter weg. :mrgreen:
- Essensauswahl: Ich fand die Auswahl dieses Jahr echt top. Besonders gut fand ich den Inder in der Ecke, bei welchem es verschiedene Wraps gab. Außerdem natürlich das allseits beliebte Handbrot. Den Grillstand mit dem Schweinefleisch im Brötchen fand ich okay. Das Brötchen hat zwar satt gemacht, war aber dann doch etwas zu viel Fleisch. Da lieber weniger Fleisch aufs Brötchen und dafür etwas günstiger (Preis war 7€ für einen Haufen Fleisch im Brötchen ohne Soße....) Aber wie ich dann noch erfahren hab, gab es drinnen neben dem Handbrot noch den Stand mit dem "Vital-Burger", der auch gegrilltes Schwein mit Kraut und Salat im Brötchen verkauft hat. Leicht negativ aufgefallen ist mir der Asia-Stand auf dem Gelände. Da hat es beim Vorbeilaufen am Freitag nicht gerade einladend gerochen.
- Wieder Dixis vor dem Zeltplatz Tal, somit mussten die Mädels nicht jedesmal 50cent zahlen, wenn sie aufs Klo mussten.
- Die Sauberkeit auf dem Zeltplatz Tal. Sonntags haben schon viele abgebaut, aber man hat überall grüne Wiese gesehen, der Müll wurde da schon ziemlich ordentlich entsorgt. Ein paar Ausnahmen gibt es leider immer und da würde ich mir doch mal wünschen, dass das Umweltteam auch auf dem Zeltplatz mal Präsenz zeigt und die Leute zum aufräumen animiert.

Negativ:
- Abstimmung zwischen den Securitys. Bei der Evakuierung hieß es am Geländeausgang, dass alle erstmal unter ihren Pavillon bzw in ihr Zelt sollen. Ein Kumpel der etwas später vom Gelände kam hat dann auf der Holzbrücke zufällig mitbekommen, dass der Zeltplatz ebenfalls evakuiert werden soll. Wir haben dann noch schnell unsere wichtigsten Sachen geschnappt und sind zu unseren Autos. Hätte man hier etwas früher zumindest angekündigt, dass es eine Sturmwarnung gibt, dann hätte man sich auf die Evakuierung vorbereiten können. (Unser Stand war, dass es Samstag früh etwas Regen geben soll, wir hatten zuletzt am Donnerstag den Wetterbericht gecheckt.) So waren wir im Endeffekt völlig durchnässt am Auto ohne Wechselklamotten. Zum Glück hatten wir noch einen Fahrer und konnten so gleich heim fahren.

Insgesamt war es aber wieder ein tolles Taubertalfestival, ich werde im nächsten Jahr wieder dabei sein. :)
Nächstes Jahr sollten wir uns mal treffen... 😁 Wir waren vorne am Eingang zum Tal auf der rechten Seite nach der Holzbrücke - zu müsstest also täglich an uns vorbei gekommen sein 😉 das zum Wetter war leider auch unser Stand, aber ich finde, es hat alles gepasst. Das Umweltteam sollte dann auch auf die Zustände auf den eigenen Plätzen ansprechen, die Secs haben ja hin und wieder auf den Müll auf den Wegen angesprochen.

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#9 Beitrag von Reiler »

Hallo und guten morgen,

es war unser erstes Taubertalfestival. Alles in allem hat es uns sehr gut gefallen. Ich bin schon am Mittwoch angereist, 4 Stunden für 380 km, ist gut gelaufen, inkl. Polizeikontrolle mit blasen um 11 Uhr;). Dann stand ich aber 6 Stunden, um auf das Gelände zu kommen, gut, für das Wetter konnte keiner was.

Unserer Meinung nach müssten die Ordner viel härter durchgreifen. Wir hatten so asoziale Nachbarn, die Ihren Müll, inkl. Sperrmüll immer wieder verteilten, teile einer Couch und kaputte Stühle wurden von den Ordnern mehrfach wieder zurück gebracht, 2 Mann von dieser Gruppe wurden von der Polizei abtransportiert.
Nach mehrmaligem auffordern aufzuräumen, wurde das zwar auch gemacht, aber die Deppen waren so cool, das sie den Müll in den Mülltüten über den Zaun an der anderen Straßenseite geworfen haben. Sowas regt mich einfach tierisch auf, wir waren auch mal jung und haben mit Sicherheit auch das ein oder andere gemacht das anderen nicht gepasst hat, aber so unter der Gürtellinie, das geht gar nicht.

Wenn solche Chaoten nicht wirklich mal vom Platz geworfen werden, bekommt man das mit dem Müll und den rum pöppelnden Gruppen, nie in den Griff.

Aber alles in allem hat es uns sehr gut gefallen und wir überlegen uns, für nächstes Jahr, wieder Karten zu kaufen.

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#10 Beitrag von rulaman »

Zu diesem Thema:
Becks-Bier: Ich werde jetzt nicht wie üblich gegen Becks allgemein wettern, sondern will einfach mal einen Gedankenanstoß geben. Das Taubertalfestival postioniert sich als Veranstalter über seine Bandauswahl mal eher in die politisch linke Richtung. Jede zweite Bands wettert gegen Nazis, Ungerechtigkeit und Fremdenhass, was natürlich auch ne super Sache ist. Gleichzeitig holt man als Vertragspartner Becks ins Boot, die auf allen Veranstaltungen als mobile Bierverkäufer, was so ziemlich der madigste Job der Welt ist, ausschließlich dunkelhäutige Menschen ein. Da passt für mich was überhaupt nicht zusammen. Dass diese dann darauf geschult werden, das Bier immer unter Eich zu verkaufen, ist ja bekannt.
Meine Frau wollte sich die Hosen nicht geben und hat die Zeit mit Trettmann und dem Gespräch mit einem Security-Mitarbeiter verbracht. Laut dessen Aussage ist es wohl so, dass sich für den Job den die Schwarzafrikaner machen niemand anderes bewirbt ( ganz im Ernst: welcher Mitteleuropäer würde sich das geben wollen?). Die Jungs bekommen den ersten Kanister gestellt, alle weiteren müssen sie kaufen. Dass sie es dann beim Einschenken nicht so genau nehmen um ihren Verdienst etwas zu strecken... wer ihnen das verdenken will sollte sich vielleicht mal selbst hinterfragen, ob er in ähnlichen Situationen nicht genauso handelt. Den Wahrheitsgehalt dieser Info kann ich nicht überprüfen, aber vielleicht kann einer der Mods hier vielleicht mit Infos weiterhelfen. Ob man das Thema nun in die Rassismusschublade stecken muss? ich glaube (hoffe) eher nicht.
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#11 Beitrag von markus.whatever »

rulaman hat geschrieben: Dienstag 13. August 2019, 11:10 Zu diesem Thema:

Becks-Bier: Ich werde jetzt nicht wie üblich gegen Becks allgemein wettern, sondern will einfach mal einen Gedankenanstoß geben. Das Taubertalfestival postioniert sich als Veranstalter über seine Bandauswahl mal eher in die politisch linke Richtung. Jede zweite Bands wettert gegen Nazis, Ungerechtigkeit und Fremdenhass, was natürlich auch ne super Sache ist. Gleichzeitig holt man als Vertragspartner Becks ins Boot, die auf allen Veranstaltungen als mobile Bierverkäufer, was so ziemlich der madigste Job der Welt ist, ausschließlich dunkelhäutige Menschen ein. Da passt für mich was überhaupt nicht zusammen. Dass diese dann darauf geschult werden, das Bier immer unter Eich zu verkaufen, ist ja bekannt.

Meine Frau wollte sich die Hosen nicht geben und hat die Zeit mit Trettmann und dem Gespräch mit einem Security-Mitarbeiter verbracht. Laut dessen Aussage ist es wohl so, dass sich für den Job den die Schwarzafrikaner machen niemand anderes bewirbt ( ganz im Ernst: welcher Mitteleuropäer würde sich das geben wollen?). Die Jungs bekommen den ersten Kanister gestellt, alle weiteren müssen sie kaufen. Dass sie es dann beim Einschenken nicht so genau nehmen um ihren Verdienst etwas zu strecken... wer ihnen das verdenken will sollte sich vielleicht mal selbst hinterfragen, ob er in ähnlichen Situationen nicht genauso handelt. Den Wahrheitsgehalt dieser Info kann ich nicht überprüfen, aber vielleicht kann einer der Mods hier vielleicht mit Infos weiterhelfen. Ob man das Thema nun in die Rassismusschublade stecken muss? ich glaube (hoffe) eher nicht.
Aber inwiefern ist das von Becks verwerflich Dunkelhäutige als Bierverkäufer einzustellen? Wird ja niemand gezwungen dazu? Wäre es nicht eher rassistisch nur weiße Bierverkäufer einzustellen oder bin ich jetzt komplett auf dem Holzweg?
Ja von mir aus, dann nennt sich die Mucke halt Deephouse
aber dafür, dass hier niemand tanzt, ist sie ziemlich laut.

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#12 Beitrag von Tyler_D »

Bezüglich mobile Bierverkäufern: auch uns gegenüber wurde gesagt, dass sonst niemand diesen Job machen möchte.
“Wir verheizen die wenigen Kinder, die wir noch haben, in ein defizitäres Bildungs- und Betreuungssystem, damit die Eltern für wenig Geld viel arbeiten können, nur um ein Wirtschaftssystem aufrechtzuerhalten, das zum Scheitern verurteilt ist.”

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#13 Beitrag von Kuschel »

Was ich noch loswerden möchte - ich war echt erschrocken wieviele Besucher am Sonntag schon abgereist sind! Das ist mir viel extremer vorgekommen als sonst....
Ann ‎(22:18):
also ich find scho das du auch betrunken hammer gut aussiehst

-----------------------
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#14 Beitrag von DoomSM »

Wieder ein tolles Festival-Wochenende vorbei :)
Ein paar Anmerkungen aus dem Campingplatz Berg, gelb:

  • Lineup: Ausgewogen und ganz gut zusammengewürfelt, gefühlt kommen aber dieselben Bands zu oft hintereinander. Würde mir gelegentlich etwas Mittelalter-Stil wünschen um die Breite zu erweitern. Es gibt genug auf dem Markt.
  • Musikstil: Es wäre toll wenn auf dem Timetable auch die musikalische Ausrichtung der Bands stehen würde. So wäre die Orientierung bei den kleinen, unbekannteren Bands einfacher.
  • Toiletten: Dixies wie im Vorjahr wieder überwiegend ordentlich.Die Putzintervalle waren dieses Jahr etwas größer, dennoch eine sehr annehmbare Sauberkeit.
  • Soziales: Angenehme Nachbarn, wie immer. Immer sehr nette Bekanntschaften bei. Danke für die "gefühlt" nicht endende Beschallung mit der diesjährigen Trinkhymne "Da Wirtshausfranz" :lach02:
  • Unwetter: Am Freitagabend gut reagiert mit der Evakuierung, richtige Entscheidung...fast sogar ein bisschen zu spät. Schade um Bullet und Offspring, aber: shit happens
  • Flunkyball: :drink05: :fecht01:
  • Futter: Die Schweinegrillerei war eine nette Abwechslung, hat mir gefallen. Generell sehr breit gefächertes Essensangebot mit überwiegend guter Qualität.
  • Funk: Handy-Empfang auf dem Berg war dieses Jahr ordentlich. Zwischendurch mal Flaschenhals wegen Überlastung, aber es hat funktioniert.
  • Auto: Abreise wurde dieses Jahr besser geregelt durch Einweiser.
  • Sani-Camp: Duschen wie letztes Jahr nur unter unchristlichen Zeiten ohne große Wartezeiten machbar. Da kann man sich aber ein bisschen darauf einstellen.
  • Organisation: Teilweise schlechte Informationspolitik für Besucher von offiziellen Mitarbeitern (Ordner/Einweiser/Securitys). Dieser Punkt bleibt von letztem Jahr stehen.
  • Smartphone: Filmen und Fotos machen vor der Bühne. Dieses Jahr war es echt schlimm, kann man den Mist nicht stecken lassen? :stupid01: Geht abtanzen. :rock01:
  • Müll: Ein paar schwarze Schafe die ihren Scheiss liegen lassen gibt's überall, aber insgesamt war das ordentlich in Zone gelb. Beeindruckener Blechstangenberg der kaputten Pavillons war das an der Recyclingstelle.

Es fällt mir nicht leicht etwas grob Negatives zu finden, eigentlich nur kleine Unstimmigkeiten.
Das Wetter war nicht so dolle, aber wer kann da schon was dafür. :rain01:
Wie immer, jammern auf hohem Niveau, bis zum nächsten Jahr :10:
It's a long way to the top if you want to Rock & Roll

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#15 Beitrag von DerAuenlaender »

So, dann wollen wir mal:

Positiv:
- Ich weiß nicht, ob es mir nur so vorkam, aber die sanitären Anlagen am Berg waren dieses Jahr wirklich vorbildlich sauber. Die Klos waren m.E. deutlich besser geputzt als in den letzten Jahren und liefen ja auch immer ziemlich stabil. Auch die Duschen mit den Kabinen, in denen die Sachen wirklich trocken abgelegt und aufgehängt werden konnten, haben mir gut gefallen. Auch unten im Bühnenbereich ist mir an den Toiletten nichts Negatives aufgefallen
- Die Evakuierung am Freitag lief ziemlich gut und war absolut nachvollziehbar. Vielleicht hätte ich sie mir 5 Minuten eher gewünscht, dann wäre ich oben auch rechtzeitig am Auto angekommen ;-) Aber das ist jammern auf höchstem Niveau.
- Man kann es nur immer wiederholen, damit sich das nie ändert: Die Gestaltung der Campingplätze ist unglaublich großzügig, wenn man sich andere Festival anschaut. Man kann problemlos Platz für ein größeres Camp "reservieren" Das macht echt Laune und sollte unbedingt so bleiben!

Verbesserungsvorschläge:
- Man hätte am Mittwoch deutlicher kommunizieren müssen, dass das Gelände nur per Trecker erreichbar ist & dass das schleppen zum Zeitpunkt X eingestellt wird. Dazu gibt es ja Social Media. Dann hätte man sich bei entsprechend kurzer Anreise auch noch zu einer Anreise am Donnerstag umentscheiden können. Auch hätte man am Ende der Autoschlange vor der Maut durch die anwesenden Ordner etc kommunizieren können, dass man ab 20h definitiv keine Chance mehr haben würde, noch Mittwochs auf den Platz zu kommen. Das war ja absehbar. Ansonsten kann man natürlich zu der ganzen Situation als Veranstalter nix, aber nach so vielen Jahren sollte für den Fall ein durchdachtes Konzept vorliegen. Vielleicht lernt man ja aus 2019 :)
- Zumindest außerhalb der Sonderzone darf das Verbot (semi-)professioneller PA-Anlagen noch etwas besser kontrolliert werden ;-)
- Müll! Das geht natürlich in erster Linie an die anderen Besucher*innen: Wie kann man nur so asozial sein und so viel liegen lassen wie manche Mitmenschen? Wir sind morgens aufgewacht und unsere Nachbarn waren weg - ohne Sofagarnitur und riesiger Gefriertruhe (wie auch immer sie die zuvor ohne Aggregat betrieben haben...?). Die müssen mit leerem Anhänger wieder gefahren sein, weil sie ihr nasses Zeug nicht mitnehmen wollten. Für den Veranstalter wäre es vielleicht möglich, solche Riesendinge (die fallen ja beim Einlass schnell auf, niemand versteckt eine Couchgarnitur im Kofferraum seines Golfs) bei der Einfahrt mit einem Pfand zu belasten, dass man nur wiederbekommt, wenn man das Teil auch wieder ausfährt. Ich weiß, das ist extrem viel Aufwand - vielleicht hat jemand eine bessere Idee. Aber so bleiben die Kosten der Entsorgung an uns allen hängen...

P.S.: Etwas Off-Topic, aber so viele Threads gibt es ja für 2020 noch nicht : Weiß jemand, was die Veranstalter mit "Aufgrund der euch bekannten Festival-Bedingungen werden wir den Vorverkaufsstart für nächstes Jahr verschieben." meinen? Ich kann mir nur vorstellen, dass das auf Freitag anspielt, aber wie wirkt sich das auf den VVK für 2020 aus?
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#16 Beitrag von kottsack »

Der spätere Verkaufsstart für 2020 ist glaube ich eine Reaktion drauf, dass gerade weit entfernte Leute mit dem vom letzten Jahr, der glaub ich schon Montag am frühen Nachmittag losging, den nicht geschafft haben. Dienstag Abend sollten alle wieder zu Hause sein und haben auch Chancen auf die ersten Tickets.

Zum Müll: kann man da nicht ne Truppe Samstag vormittag rumschicken und Photos von Sperrmüll und Ausweis aus der Gruppe machen lassen? Das würde glaube ich auch gut was verhindern, das anonym liegen gelassen wird. Ich meine, dass das anderswo auch so praktiziert wird.

Meine Bewertung kommt irgendwann die Tage.
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#17 Beitrag von DerAuenlaender »

kottsack hat geschrieben: Dienstag 13. August 2019, 13:57 Der spätere Verkaufsstart für 2020 ist glaube ich eine Reaktion drauf, dass gerade weit entfernte Leute mit dem vom letzten Jahr, der glaub ich schon Montag am frühen Nachmittag losging, den nicht geschafft haben. Dienstag Abend sollten alle wieder zu Hause sein und haben auch Chancen auf die ersten Tickets.
...wobei er dieses Jahr laut dem gleichen Post auf Facebook eigentlich morgen (Mittwoch) um 1700 starten sollte, aber trotzdem auf unbestimmt verschoben wird. Auch Mittwoch, 17h wäre ja wohl schon für alle machbar gewesen, oder?

Deine Müllidee finde ich ziemlich gut, klingt einfacher machbar als meine!
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...still counting!

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Isabel
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#18 Beitrag von Isabel »

Also, dann versuche ich auch mal meine Eindrücke zusammenzufassen.

Ich habe vermutlich noch nie so wenige Konzerte auf einem Taubertal gesehen, aber es war trotzdem ein gelungenes Wochenende :daumenhoch01:

Positiv:
- Versuche, das Gelände weitgehend trocken zu legen. Hat zwar die Wiese weitgehend in eine Kiesgrube verwandelt, aber dafür war man halt nicht knöcheltief im Schlamm
Essensauswahl. Ein großes und abwechslungsreiches Angebot. Das Schäufela-Weckla vom Heimat-Stand war ganz großes Kino :clap01:
- Stand mit Spatenbräu
- Gute Konzerte auf der SfN-Bühne
- Weder im Steinbruch noch im Tal so ein nerviger xxxxx-Stand
- Weiterhin kostenlose Toiletten in ordentlichem Zustand
- Ich finde die "neue" Geländeaufteilung immer noch sehr gelungen, trägt sehr zu einem entzerrten Gefühl bei
- Neue Sportart erfunden, Hang-Purzelbäume. Dem Verletzten scheint nichts Schlimmeres passiert zu sein?


Negativ:
- Weiter oben schon mal erwähnt, Ordner die selbst kein Wort Deutsch sprechen, gehen aus Sicherheitsgründen gar nicht. Die beiden oben an der Einfahrt zum Steibruch waren aber auch die einzigen, bei den mir das aufgefallen wäre.
- Mir ging es mächtig auf den Geist, dass ein Haufen Typen meinten, sich an den Zaun stellen zu müssen. Da haben die Männer schon den Vorteil bühnennaher Pissoirs und dann müssen die trotzdem ständig über den Weg torkeln und sich an den Zaun stellen
- Soundmatsch im Bereich ehem. SfN-Bühne. Wir waren dort, während Madsen und Megalloh spielten. Während sich das beides gemischt hat, meinte der BR-Stand, noch seine Utz-Utz-Utz-Mukke aufdrehen zu müssen. Das war insgesamt schwer erträglich. Wenn ich Madsen als kleinstes Übel ansehe, muss echt viel passieren...
- Trotz gefühlt nochmal erhöhter Toilettenanzahl teilweise sehr lange Schlangen. Versteh ich nicht so ganz
- In Unter den Linden gab es eine sehr unangenehme Gruppe junger Typen. Da die alle auch 3-Tages-Bänder vom Taubertal am Hangelenk hatten, führe ich die hier auch auf. Am Sonntag ging es dann so weit, dass die bei jedem Mädel, das ohne männlichen Begleiter an ihnen vorbei gelaufen ist, in minutenlanges (wirklich!) Geheul und Gejaule ausgebrochen sind. Ekelhaft!

Verbesserungsvorschläge:
- Mir ist aufgefallen, dass quasi durchgehend am Bändchenstand eine lange Schlage war. Ich kenne inzwischen diverse Festivals, die Bändchen mit so nem Plastikdingens haben - z.T. sogar als einziges Eintrittsbändchen, muss also sicher sein. Das lässt sich einmal zuziehen, geht dann nimmer auf. Ich habe auch noch nichts gemerkt, dass diese Verschlussart weniger haltbar ist. Damit könnte man sich die Zeit sparen, die das Festmachen mit der Zange immer braucht und man könnte die Bändchen an mehr Orten verkaufen. Beim Fest in Karlsruhe gibt es dabei z.B. auch mehrere mobile Verkäufer, die über das Gelände laufen. Und wenn dann das Bändchen nimmer für 1 Euro verkauft werden kann, sondern für 2 oder 3, darauf sollte es dann wohl auch nicht mehr ankommen.
- Einen mobilen D1-Masten ins Tal. Während D2 problemlos funktionierte, war bei meinem Telekom-Vertrag unten absolute Funkstille.
- Ich fände es nett, wenn die Ordner was gegen die Wildpinkler sagen würden, wenn die sich schon direkt neben ihnen an den Zaun stellen.
- Wenn man den Busshuttle nicht mehr einrichten möchte, könnte man mit dem lokalen Taxibetreiber eine Vereinbarung zu einem kostenpflichtigen Sammeltaxen-Betrieb treffen?

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#19 Beitrag von Elton »

lauerlau hat geschrieben: Montag 12. August 2019, 14:38 Gleichzeitig holt man als Vertragspartner Becks ins Boot, die auf allen Veranstaltungen als mobile Bierverkäufer, was so ziemlich der madigste Job der Welt ist, ausschließlich dunkelhäutige Menschen ein. Da passt für mich was überhaupt nicht zusammen. Dass diese dann darauf geschult werden, das Bier immer unter Eich zu verkaufen, ist ja bekannt.
Hier muss ich gleich mal einhaken:
1. Becks ist im Boot, weil die wohl am meisten dafür bezahlen und es auch nicht allzuviel Auswahl an Brauereien gibt, die so ein Festival logistisch abwickeln können.
2. Becks schreibt (natürlich) die Biersorte vor, den Typ Becher (in dem Fall Weichplastik) und zudem noch das zu verwendende Spülmittel für die Becher.... welches sich dummerweise sowohl auf Schaumbildung, als auch auf Geschmack auswirkt. Alles weitere kommt vom Caterer.
3. Der Catererbetrieb kümmert sich wirklich darum, dass wir als Besucher zufrieden sind. Aber halt nur im Rahmen seiner Vorgaben. Kegel würde auch lieber Einweg-Plastikbecher verwenden, da diese weniger Auswirkung auf den Geschmack haben. Ist aber umweltschutztechnisch auch doof. Generell hört der fürs Taubertal-Festival zuständige aber auch auf uns. Deshalb gibt es 0,5l Wasser für sehr humane 1,50 € und seit diesem Jahr auch die Ausweichmöglichkeit auf Spaten-Bräu. Das ist zwar auch nicht toll, aber besser als das Becks.
4. Die sogenannten "Läufer" sind auf so ziemlich allen Festivals mit dunkelhäutigen Menschen besetzt. Den Job will nämlich sonst kaum einer machen. Das hat absolut nichts mit Rassismus oder sonst was zu tun. So gesehen kann man ja sogar ein Lob aussprechen, dass diesen Personen die Möglichkeit gegeben wird, zu arbeiten. Aber wie gesagt, wir als Besucher können froh sein, dass es überhaupt noch Läufer gibt. Sonst kannst du nämlich jedes Mal zum Stand dackeln und dir dein Bier dort holen, statt es geliefert zu bekommen.
5. "das diese darauf geschult werden, unter Eich zu verkaufen, ist ja bekannt". Ach. Na da interessiert mich jetzt aber, woher du das so genau weißt, was deine Primärquelle ist und wo diese Kurse angeboten werden.
Das ist nämlich dummes dahergerede und Fake-News. Zumal Becks wie gesagt mit dem tatsächlichen Vor-Ort-Verkauf überhaupt nix zu tun hat, dass machen bei allen Festivals in der Regel irgendwelche Catering-Unternehmen, im Taubertal eben Kegel Impuls.
Tatsächlich läuft das Spiel so: Sowohl Stände, als auch Läufer, werden nach Fass abgerechnet. Aus einem Fass lassen sich rein rechnerisch Menge n Becher zum Verkaufspreis 3,80 € zapfen. Also muss Läufer/Stand n x 3,80 € pro Fass abliefern. Zapfen die Leute unter Eich, ergibt sich auf die Gesamtmenge der möglichen Becher gesehen die Möglichkeit, den einen oder anderen Becher "nebenbei" zu verkaufen. Das ganze auf 3 Tage Festival hochgerechnet, kannst du dir ausrechnen, über welche Beträge wir hier reden. Unter Eich zu zapfen ist also nicht nur Betrug am Kunden, sondern auch Betrug beim Catering-Unternehmen. Und die sehen das auch nicht gern. Das geschult wird, unter Eich zu verkaufen, ist also völliger Blödsinn. Das lernen die vom Verkaufspersonal schon ganz allein.
Weil wir vor Jahren schon dieses Problem hatten, sind die Stände und Läufer inzwischen mit Nummern markiert. Da kann man sich dann gern vor Ort beim Caterer über die entsprechenden "Täter" beschweren und dann rappelt es im Karton. Ich hatte beim Spaten-Stand auch mal zwei Becher, die weit unter Eich waren. Hab ich mich dann gleich beschwert und es auch anstandslos aufgefüllt bekommen. Die meisten Becher, die ich hatte, waren aber auf akzeptablem Maß und nur minimal unter Eich, was in Ordnung ist, da das Bier ja auch noch "wächst".
Dem Catering-Verantwortlichen hab ich von dem Spaten-Vorfall auch erzählt und er war darüber nicht amüsiert, aber als ich gesagt hab, dass gleich nachgefüllt wurde, hat er sich wieder beruhigt.

So, ich hoffe, damit ist das Thema "Ausschank" zumindest dahingehend beendet, dass hier keiner Müll verzapft, unter Eich wär Absicht, damit Caterer oder Brauerei mehr Geld verdienen. Wenn, dann sacken das die Stände und Läufer ein.

Wenn ihr aber Probleme hattet, dann bitte in den neuen Thread, den ich gleich anlege, schreiben. Kegel ist immer daran interessiert, zu erfahren, wo es geklemmt hat. Oder wo es toll war.
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2019

#20 Beitrag von Isabel »

Elton hat geschrieben: Dienstag 13. August 2019, 15:35
lauerlau hat geschrieben: Montag 12. August 2019, 14:38 Gleichzeitig holt man als Vertragspartner Becks ins Boot, die auf allen Veranstaltungen als mobile Bierverkäufer, was so ziemlich der madigste Job der Welt ist, ausschließlich dunkelhäutige Menschen ein. Da passt für mich was überhaupt nicht zusammen. Dass diese dann darauf geschult werden, das Bier immer unter Eich zu verkaufen, ist ja bekannt.

4. Die sogenannten "Läufer" sind auf so ziemlich allen Festivals mit dunkelhäutigen Menschen besetzt. Den Job will nämlich sonst kaum einer machen. Das hat absolut nichts mit Rassismus oder sonst was zu tun. So gesehen kann man ja sogar ein Lob aussprechen, dass diesen Personen die Möglichkeit gegeben wird, zu arbeiten. Aber wie gesagt, wir als Besucher können froh sein, dass es überhaupt noch Läufer gibt. Sonst kannst du nämlich jedes Mal zum Stand dackeln und dir dein Bier dort holen, statt es geliefert zu bekommen.
Nicht nur auf Festivals, auch z.B. beim Fußball. Und dass dann teils auch ohne Fass auf dem Rücken. Beim KSC haben die z.B. so eine Art Bauchladen mit voreingeschenkten Bechern (der Hauptgrund, warum ich dort von den Läufern noch nie was gekauft habe).

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