Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

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Dash
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Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#1 Beitrag von Dash »

Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

Hier mal bitte eure Eindrücke rein.
Was war gut, was gilt es zu verbessern?
Wasserstellen, Toiletten, Gelände, Camping....

Veranstalter liest mit, also ran an die Tasten.
Where's your anger? Where's your fucking rage?
(BoySetsFire || After The Eulogy)
-> www.derdash.de <-

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Isabel
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#2 Beitrag von Isabel »

Hmmm, irgendwie scheint sich noch keiner so recht zu trauen. Dann mach ich mal den Anfang :lol:

Positiv:

Vorweg: Meine positiven Eindrücke überwiegen, für mich waren es 4 schöne Festival-Tage. Auch wenn vielleicht die Negativ-Liste länger wird als die Positiv-Seite. Es war Taubertal-Feeling, irgendwie befreiter als letztes Jahr, als die Pandemie uns glaub ich allen noch mehr in den Knochen steckte und ich hab einige gute Konzerte gesehen.

Wir waren erstmalig mit dem sog. VIP-Ticket unterwegs. Aus meiner Sicht mehr ein Komfort-Ticket als ein VIP-Ticket, aber sei's drum. Meinem Knie blieb die kurze Steige erspart, so dass ich heute wesentlich fitter bin als vor einem Jahr. Während der Konzerte habe ich besser gesehen, war weniger genervt vom "Durchgangsverkehr" und hatte meist auch mehr Platz. Nach Frank Turner gab es ein trockenes Plätzchen, damit die Klamotten abtrocknen konnten.

Vielleicht lag es am VIP-Ticket, aber auch wenn wir an der SfN waren, in Unter den Linden oder so auf dem Festival unterwegs, ich hatte das Gefühl, dass da weniger Leute unterwegs waren, die sich total abgeschossen haben. Ob das jetzt heißt, dass es die nicht vom Zeltplatz geschafft haben oder ob die vielleicht gar nicht mehr kommen, kann ich nicht sagen.

Es gab mal einen Taubertal-Longsleeve :daumenhoch01:

Toiletten: ich war zwar nur ein Mal zum Headliner oder auch Co-Headliner auf den Toiletten, aber zu den Zeiten, als ich dort war, gab es immer Auswahl an einigen leeren Kabinen, und die Sauberkeit war auch OK. Die im VIP-Bereich unterscheiden sich eigentlich nur durch die Kabinen-Größe.

Den Locker gab es wieder. Für bequeme Menschen wie mich ist es einfach angenehm, nicht den ganzen Tag die Klamotten für den Abend plus sonstiges Gedöns mitschleppen zu müssen.

Negativ:

Der Schlamm hätte mMn mehr "bekämpft" werden können. Weiß nicht, ob es da im Naturschutzgebiet Probleme gibt, aber ich hätte mir gewünscht, dass Sand aufgeschüttet wird, oder Holzhackschnitzel. Zwar wurde von Samstag auf Sonntag versucht, die oberste Schlammschicht abzutragen, aber vor dem Merch-Stand und im Food Court haben sich bald wieder "Suhlen" gebildet.

Maximal ungeschickt fand ich es (ich hab es am Freitag ja auch geschrieben), dass man Festival-seitig groß ankündigt, dass dieses Jahr Flaschen bis 1 Liter leer mit reingenommen werden dürfen, und die Secus dann ganz andere Anweisungen haben. Positiv fand ich aber, dass es umsonst Trinkwasser auf dem Gelände gab.

Dass nach so vielen Jahren Gemecker erstmalig die Eintrittsbändel aus Stoff waren, freut mich natürlich für diejenigen, die eines bekommen haben. Aber ich war traurig, dass ich so als "VIP" keines bekommen habe, weil es dadurch keine Kauf-Stoffbändchen mehr gab. Ich hab vor den Broilers an der Hauptkasse noch gefragt, ob ich eines von den nicht verkauften haben könnte, aber das ging aus Abrechnungsgründen leider nicht.

Generell finde ich die Anzahl der Bands auf der Hauptbühne inzwischen schwach. Klar, es ist umgekehrt auch immer schwer, sich aufzuraffen und in die Sonne zu stehen, wenn man Nachmittags eine Band anschauen will. Aber eine Band mehr würde nicht schaden. Dann kann man auch kleineren Bands wieder eine größere Bühne bieten, Engst oder Deine Cousine hätten auch die große Bühne verdient gehabt. Und ich bin nach dem Headliner halt nicht mehr "in der Lage", mich in den Steinbruch aufzumachen und dort noch die halbe Nacht durchzumachen.

Echt genervt haben mich die Zigarettenverkäufer mit ihren Megafonen. Teilweise standen die dann im Eingangs-/Ausgangsbereich und haben sich über die Straße mit ihren Megafonen unterhalten. Ja, ein Festival ist alles andere als leise. Ja, Werbung und Sponsoring sind wichtige Finanzierungs-Bausteine für ein Festival. Trotzdem haben die genervt. Das war mit den bisherigen Zigaretten-Sponsoren nicht so nervig.


Vorschlag:
Ich hab keine Ahnung, ob sich das technisch irgendwie lösen lässt. Aber die Unwetterwarnung am Samstag hat mich auf die Idee gebracht, ob man nicht so ne Art Cell Broadcast einrichten könnte. Meinetwegen auch mit einem Anmelde-Modell, dass nur gewarnt wird, wer auch will. Aber mal abgesehen davon, dass nicht jeder ständig auf Insta sein möchte, gibt es im Tal ja immer Internet-Probleme. Mit so einem Cell Broadcast könnte man das ja überwinden, wenn ich das richtig verstehe.
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Spattergroit
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#3 Beitrag von Spattergroit »

So, dann versuche ich auch mal meine Gedanken zu ordnen:

Insgesamt bin ich seit diesem Jahr wieder sehr begeistert vom Taubertal, nachdem ich letztes Jahr zeitweise nicht mehr so richtig Lust hatte (was aber sicherlich auch am Doppelpack Wacken/TTF lag, man wird ja doch älter). Einen wesentlichen Beitrag daran hatten unsere Nachbarn, die alle super nett waren. Haben endlich mal ein paar Forumsleute kennen gelernt (liebe Grüße an Hooge, Doc und Floh), und von den Nachbarn auf der anderen Seite sogar eine CO2-Flasche bekommen, die uns den Arsch und den Bierkonsum gerettet hat.

Anreise:
Die verzögerte Öffnung des Campgrounds und der Parkplätze am Mittwoch wurde m.M.n. gut gehändelt. Durch die Umleitung auf die Ausweichflächen sind wir zwar in der Schlange etwas weiter hinten gelandet, aber es wurde schon darauf geachtet, dass die Reihenfolge im Großen und Ganzen eingehalten wurde. Super war, dass die Parktickets dann mobil in der Anstehschlange verkauft wurden, dadurch gings echt schnell, sobald die Flächen geöffnet wurden.

Bändchen:
Yay, Stoffbändchen! Aber trotzdem so windig, dass sie bei einigen den Moshpit, bzw. das Campingplatzleben nicht überstanden haben.

Dixis Zeltplatz Berg:
Hatten selbst zum Glück wieder nen guten Platz, aber für alle, die nicht in der Nähe des Zauns campen, sind die Wege schon sehr weit. Und warum gibt es keine Pissrinnen/offenen Pissoir-Dinger auf dem Zeltplatz? Ich glaube, die würden einiges gegen das Wildpinkeln helfen.

Nachtruhe:
Wie letztes Jahr auch, eine absoluter Witz. Samstag auf Sonntag wurden die Camps in unserem Umkreis wohl gebeten leiser zu machen, dafür hat das Assi-Camp eine Reihe weiter aus Protest noch mal doppelt so laut gedreht. Wenn das Ganze so willkürlich durchgesetzt wird, kann mans auch einfach bleiben lassen. Unabhängig von festgeschriebener Nachtruhe bin ich trotzdem der Meinung, dass es Grenzen bei der Beschallungslautstärke geben sollte. M.M.n. gibt es ne Grenze zwischen Party machen (gerne auch die ganze Nacht) und absoluter Assozialität.

Großcamps:
Anmeldung lief easy, auch extra Camper nachzumelden war garkein Problem. Nachzügler konnten problemlos zu unserem Platz fahren. Die zentrale Stromversorgung ist einfach super, es ist echt angenehm, sich nicht mit lauten Aggis rumschlagen zu müssen. Eventuell könnte man die Option einführen, dass man (auch gegen Aufpreis) einen weiteren Stromanschluss dazubuchen kann. Unser Camp ist aus 2-3 großen zusammengewachsen, da sind wir dieses Jahr mit Kühlschränken und Durchlaufkühler schon fast an die Grenze gestoßen. Ja, mir fällt gerade auch selbst auf, dass wir dann einfach zweit Großcamps anmelden können.
Eine Sache, die auch mit dem vorherigen Punkt zusammenhängt, ist, dass durch die örtliche Beschränkung der Großcamps sich natürlich auch die "lauten" Camps bündeln. Die Frage ist, ob es logistisch möglich ist, einen weiteren, kleineren Bereich mit Stormversorgung einzurichten, beispielsweise am AdW bei den Campern. Fürs Greencamping ist unser LKW leider zu groß. ;)

Toilettensituation Konzertgelände:
Als Frau hast du halt einfach Pech gehabt, was die Laufwege angeht. Immerhin sind die Klos echt top sauber, Seife und Klopapier gabs immer. Auch super lange Anstehen musste ich nie, da bin ich dann doch froh, dass es auch die dezentralen Pissoirs gibt. Zwei Vorschläge zur Verbesserung: Paletten o.ä. unter den Wasserstellen würden etwas gegen die Schlammschlacht helfen. Und lasst doch das gendern der Toiletten. Es sind eh einzelne Kabinen, ist doch vollkommen wurscht. Die Dixis teilten sich ja auch alle.
Achja, gab es nicht am Einlass früher Dixis? Die waren nach dem Abstieg/vor dem Aufstieg zum Berg schon praktisch.

Müllpfand:
Ist schon immer ein Scheißsystem und wirds auch immer bleiben. Verstärkend kommt da noch dazu, wenn die Müllrückgabe in Richtung Großcamps erst Sonntags um 13:00 Uhr aufmacht (ihr wisst doch, wann die Großcamps abreisen, das muss man bei der Anmeldung angeben) und die Rückgabe bei den Parkplätzen Montags zu hat (dann wenn alle anderen zu Fuß zu den Autos laufen und ihren Müll dabei haben). Warum nicht (siehe Wacken, Summerbreeze, etc.) die Müllsäcke am Rand der Camps stapeln und die ganze Rückgeberei bleiben lassen? Insgesamt ist es aber wirklich viel sauberer am Berg, es ist schön zu sehen, dass sich da anscheinend bei den Leuten was tut.

Line up:
Im Nachhinein dann doch nicht so schlimm wie erwartet. :D Und Headliner hat noch keiner gebraucht.
Hat der Volker bei der Pressekonferenz eigentlich ganz schön erklärt, man muss halt auch das neue Publikum abholen und dabei versuchen die Alten nicht vor den Kopf zu stoßen.
Nur eines versteh ich nicht, wenn es doch schon ein genreübergreifendes Festival ist, warum lasse ich dann zwei Bands aus dem selben/ähnlichen Genre mit ähnlicher Zielgruppe gleichzeitig spielen? Das die Destroy Boys (Newcomer, aus Amerika, mit immernoch unterrepräsentiertem, hohen Frauenanteil) gegen die Donots (deutsch und etabliert) nur verlieren können war doch klar?

Soviel mal von mir, vielleicht fällt mir in den nächsten Tagen noch was ergänzendes ein.
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Oloin
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#4 Beitrag von Oloin »

So Ihr Lieben, ich melde mich hier auch mal zu Wort.

Vorab ich bin Taubertalgänger der ersten Stunde. Bedingt durch die nähe zum Wohnort und der Bequemlichkeit des eigenen Bettes gehe ich nicht mehr zelten und schicke stattdessen meine Jungs hier ins Rennen. Kann also zu diesem Thema nichts beitragen.

Negativ:

Ich habe in meiner langen Taubertal Historie eigentlich immer etwas für mich und meinen Musikgeschmack gefunden. Was eigentlich auch kein Problem ist, da ich hier sehr breit aufgestellt bin. Leider habe ich mich dieses Jahr ein wenig geärgert. Zunächst finde ich, dass sich hier wohl langsam etwas verzettelt wird und das Augenmerk zu sehr auf den Nebenschauplätzen liegt. Nichtcamper, wie der Kreis der Besucher mit denen ich dieses WE unterwegs war, werden eher nicht zur Steinbruchbühne hoch marschieren wenn sie später wieder zurück in die Stadt müssen.

Das Lineup fand ich dieses Jahr eher etwas seltsam. Sicher die meisten Acts für sich gewiss super jedoch z.B. Peter Fox nach Electric Callboy war irgendwie wie eine Vollbremsung. Wie gesagt jedes Konzert für sich super.
Aber mir haben die Aaahhhh und Boa Acts gefehlt. Wie z.B. letztes Jahr „Clutch, Massendefekt, Mid City oder Kaffkietz“. Doch solche Acts wie „Me First and the Gimme Gimmes“ find ich für TTF Hauptbühne absolut Unterirdisch.
Sicher kann man nicht jedem gerecht werden und letztes Jahr wurde auch gewettert über das Lineup. Was ich damit sagen will, es fehlt mir an der Finesse und der Liebe zum Detail bei der Bandauswahl. Ich wünsche mir das wieder zurück.

Ich habe bisher meine Tickets immer blind gekauft. Man konnte mit dem Taubertal Festival nichts falsch machen und werde es für das nächstes Jahr wieder tun. Noch einmal!

Ich finde auch die Tatsache sehr schade, dass es keinen Shuttle Verkehr vom Festivalgelände hoch zur Stadt gibt. Aber da schwelge ich wohl zu sehr in der Nostalgie.

Dann hatten wir noch das Problem mit der Rollstuhlfahrer Tribüne. Unter uns ist eine Rollstuhlfahrerin die auf der Tribüne oft nichts gesehen hat, weil sich ständig Menschen ohne Behinderung vor sie gestellt haben. Dafür sollte auf jeden Fall eine Lösung gefunden werden (Ordner?).

So genug geschimpft fürs erste, aber als Festivalgänger mit 35 jähriger Erfahrung nimmt man manche Dinge einfach zu Kenntnis. 😉

Positiv:

Ein echt dickes Lob an die Sound Crew der Haupt Acts bzw. der Technik. Was ist denn da passiert? Vielleicht ist das jetzt total subjektiv aber ich habe die Anlage noch nie so geil gehört. Ich bin dies-bezüglich technisch etwas vorbelastet und ärgere mich ab und zu über die Herren am Mischpult. Hier möchte ich nur sagen Hut ab und weiter so. Wenn jetzt die Vorabend Bands auch noch den gleichen Sound bekommen pass hier alles 😊 ("Baboon Show" war etwas Platt).

Stoffbändchen cool.
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Speedy79
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#5 Beitrag von Speedy79 »

Servus,

also zuerst nochmal Danke für die Backstage-Führung. War super interessant und echt toll, dass sich der Florian so viel Zeit genommen hat!!

Positiv:
Wie auch schon letztes Jahr, die geringe Vermüllung der Campingflächen. Ich weiß, es wird viel in Verbindung mit dem neuen Campingkonzept gebracht, aber denke, es liegt auch viel am Umdenken der Besucher.

Negativ:
Auch zum Thema Verschmutzung. Was mir heuer extrem aufgefallen ist - Glitzer und Glitzerklebesteinchen in allen Größen. Gab es die letzten Jahre auch schon, aber heuer als Plage in jedem Camp. Florian erzählte, was sie für Probleme hatten, weil eine Band letztes Jahr metallbeschichtetes Konfetti benutzte. Mit dem Glitzerzeug ist es doch nichts anderes. Der größte Teil landet irgendwo im Boden auf dem Gelände oder dem Zeltplatz.

Sonst kann ich nur meine Vorredner wiederholen.
Heuer eine Top abgestimmte Anlage. :daumenhoch01: Auch ich fand Peter Fox nach den Callboy-Jungs etwas unglücklich. Obwohl ich Peter und seine Show mag, kam er nach den Power-Beats von Callboy fast etwas lame rüber.
Dixis am WoMo Berg waren immer top geleert, nur leider etwas weit auseinander. Ein paar am befestigten Mittelweg wären toll gewesen.
Auch wir hatten, bis auf ein Assicamp, recht rücksichtsvolle Nachbarn. Das gab es uns dafür in Lautstärke und Musikauswahl so richtig. Wenn dann aus 20 m Entfernung, zum 5. mal, ein Lied mit "Mama" und "Hure" schallt, dass man die eigene Box, vor der man sitzt, nicht mehr hört... aber vllt. sollten wir nächstes Jahr einfach schauen, dass wir von den stromkabelversorgten Camps etwas weg kommen.

Insgesamt aber ein recht positives Fazit, für ein gelungenes Festival!!!

Stema
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#6 Beitrag von Stema »

Einen wunderschönen guten Morgen! Auch von mir eine kurze Rückmeldung. Wir waren das sechte Mal im Taubertal, das erste Mal mit VIP Tickets und im Camping Tal bei Zeltheld

Positiv:
- wie eigentlich immer waren die Leute incl. Security und Personal super nett und jeder hatte Zeit für nen kurzen Plausch
- Toiletten und Duschen beim Camping: anscheinend gab es ja nen Anbieterwechsel, auch hier Personal immer nett, Flatrate für 13 fand ich persönlich okay. M.E. waren die Duschen und Toiletten so sauber wie nie.
- VIP Bereich an sich: schön, dass man sich da mal zurück ziehen konnte, gerade wenn das Programm einen nicht so sehr umhaut. Man hat einen guten Blick auf die Bühne
- Imbiss im Tal: neuer Anbieter, diesmal richtig gut! Preise moderat, Essen lecker und es gab Frühstück - das Rührei war super! Die Mitarbeiter waren immer bemüht und freundlich! Gerne wieder!
- Zeltheld: wieder die selber netten Leute vor Ort, wie immer etwas chaotisch, aber man hat noch für jeder Problem ne Lösung gefunden :)

Negativ:
1) keine Stoffbändchen! Wir sammeln die tatsächlich von jedem Jahr als Erinnerung, vielleicht sind ja nach der Abrechnung noch 1 oder 2 über, die würden wir dann gerne nehmen
2) fällt zusammengefasst unter organisatorisches/Kommunikation und ist vielleicht auch meiner Erwartungshaltung zu verdanken ;)
- haben am Donnerstag die VIP Tickets abgeholt (im restlichen Trubel der Ausgabe für Tickets/Zugangsbändle für Crew etc) - es war wie gesagt das erste Mal VIP, d.h. man hat ja keine Ahnung von Ablauf etc.: Material ohne Kommentar ausgehändigt incl. Parkschein und dann stand man da (unsere Zuständige war ziemlich im Stress), aber eine andere Mitarbeiterin hat sich dann etwas gekümmert. Ich hätte mir gewünscht dass man noch etwas erfahren hätte wo man was wie findet oder was man noch alles mit den Tickets machen kann (wie gesagt, rein subjektiv und auch nichts was großartig gestört hat, aber es hätte die Sache "runder" gemacht
- Parkplatz: A war zugewiesen und anfangs auch ausgeschildert, bis man dann nichts mehr fand. Nachdem man viele Leute gefragt hatte, die alle keine Infos hatten, kam dann von irgendwo die Info dass A abgesoffen war und wir haben uns dann auf einen Behelfsparkplatz gestellt und am nächsten Tag umgeparkt (nachdem der Anruf kam :D ). Es begann erneut die Suche nach Parkplatz A, der nun wieder befahrbar sein sollte. Die Suche kostete mich knapp ne Stunde ohne Ergebnis. Alle Leute, die ich fragte waren super nett (war sogar mal im Crew Zelt, da mich einer mit hingenommen hat), aber helfen konnte leider niemand. Bin dann auf Parkplatz B gelandet
- hab auf dem Weg einen Menschen der Security getroffen der ne dreiviertel Stunde nach seinem Standort gesucht hat und dem auch erst keiner weiterhelfen konnte, der ziemlich unzufrieden damit war
- bei unserem Imbis im Camping Tal war laut Hörensagen auch keiner der Orga und hat sich mal erkundigt wie es läuft und ob alles passt und bei deren Bierbestellungen lief es wohl auch nicht so rund (die sollen aber bitte nächstes Jahr wiederkommen)
3) die Zigarettenkippen: nahezu jede/r tritt seine Reste einfaxh auf dem Boden aus, mich persönlich nervt das überall, aber gerade im Naturschutzgebiet noch mehr! Zumal man auch nicht alle Kippenreste erwischt, wenn man sie aufsammelt (und das ist echt eine sch...arbeit). Könnte man nicht versuchen die Leute etwas mehr zu sensibilisieren z.B. mittels riesen Kippensammelbehälter, wie es den auch bei Müllsamelaktionen gibt? Oder man könnte Taschenaschenbecher verteilen....ne gute Lösung ist da sicher - wenn überhaupt - sehr schwer zu finden, aber einfach mal als Gedankenanstoß
4) die Duschen/Toiletten im Tal standen diesmal anders. So kein Problem, aber es war teilweise echt nah an der Schräge zum Hang und nicht nur ich bin da mal böse umgeknickt

Alles in Allem war es aber mal wieder ein gelungenes Festival und wir kommen gerne wieder!
Huch, der Punkt "negativ" ist doch ganz schön lang geworden, wollte die Punkte aber einfach nur mal ausführen! Das Positive überwiegt ganz klar, das andere sind Kleinigkeiten (das Tüpfelchen auf dem "i")

Stema
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#7 Beitrag von Stema »

Einen wunderschönen guten Morgen! Auch von mir eine kurze Rückmeldung. Wir waren das sechte Mal im Taubertal, das erste Mal mit VIP Tickets und im Camping Tal bei Zeltheld

Positiv:
- wie eigentlich immer waren die Leute incl. Security und Personal super nett und jeder hatte Zeit für nen kurzen Plausch
- Toiletten und Duschen beim Camping: anscheinend gab es ja nen Anbieterwechsel, auch hier Personal immer nett, Flatrate für 13 fand ich persönlich okay. M.E. waren die Duschen und Toiletten so sauber wie nie.
- VIP Bereich an sich: schön, dass man sich da mal zurück ziehen konnte, gerade wenn das Programm einen nicht so sehr umhaut. Man hat einen guten Blick auf die Bühne
- Imbiss im Tal: neuer Anbieter, diesmal richtig gut! Preise moderat, Essen lecker und es gab Frühstück - das Rührei war super! Die Mitarbeiter waren immer bemüht und freundlich! Gerne wieder!
- Zeltheld: wieder die selber netten Leute vor Ort, wie immer etwas chaotisch, aber man hat noch für jeder Problem ne Lösung gefunden :)

Negativ:
1) keine Stoffbändchen! Wir sammeln die tatsächlich von jedem Jahr als Erinnerung, vielleicht sind ja nach der Abrechnung noch 1 oder 2 über, die würden wir dann gerne nehmen
2) fällt zusammengefasst unter organisatorisches/Kommunikation und ist vielleicht auch meiner Erwartungshaltung zu verdanken ;)
- haben am Donnerstag die VIP Tickets abgeholt (im restlichen Trubel der Ausgabe für Tickets/Zugangsbändle für Crew etc) - es war wie gesagt das erste Mal VIP, d.h. man hat ja keine Ahnung von Ablauf etc.: Material ohne Kommentar ausgehändigt incl. Parkschein und dann stand man da (unsere Zuständige war ziemlich im Stress), aber eine andere Mitarbeiterin hat sich dann etwas gekümmert. Ich hätte mir gewünscht dass man noch etwas erfahren hätte wo man was wie findet oder was man noch alles mit den Tickets machen kann (wie gesagt, rein subjektiv und auch nichts was großartig gestört hat, aber es hätte die Sache "runder" gemacht
- Parkplatz: A war zugewiesen und anfangs auch ausgeschildert, bis man dann nichts mehr fand. Nachdem man viele Leute gefragt hatte, die alle keine Infos hatten, kam dann von irgendwo die Info dass A abgesoffen war und wir haben uns dann auf einen Behelfsparkplatz gestellt und am nächsten Tag umgeparkt (nachdem der Anruf kam :D ). Es begann erneut die Suche nach Parkplatz A, der nun wieder befahrbar sein sollte. Die Suche kostete mich knapp ne Stunde ohne Ergebnis. Alle Leute, die ich fragte waren super nett (war sogar mal im Crew Zelt, da mich einer mit hingenommen hat), aber helfen konnte leider niemand. Bin dann auf Parkplatz B gelandet
- hab auf dem Weg einen Menschen der Security getroffen der ne dreiviertel Stunde nach seinem Standort gesucht hat und dem auch erst keiner weiterhelfen konnte, der ziemlich unzufrieden damit war
- bei unserem Imbis im Camping Tal war laut Hörensagen auch keiner der Orga und hat sich mal erkundigt wie es läuft und ob alles passt und bei deren Bierbestellungen lief es wohl auch nicht so rund (die sollen aber bitte nächstes Jahr wiederkommen)
3) die Zigarettenkippen: nahezu jede/r tritt seine Reste einfaxh auf dem Boden aus, mich persönlich nervt das überall, aber gerade im Naturschutzgebiet noch mehr! Zumal man auch nicht alle Kippenreste erwischt, wenn man sie aufsammelt (und das ist echt eine sch...arbeit). Könnte man nicht versuchen die Leute etwas mehr zu sensibilisieren z.B. mittels riesen Kippensammelbehälter, wie es den auch bei Müllsamelaktionen gibt? Oder man könnte Taschenaschenbecher verteilen....ne gute Lösung ist da sicher - wenn überhaupt - sehr schwer zu finden, aber einfach mal als Gedankenanstoß
4) die Duschen/Toiletten im Tal standen diesmal anders. So kein Problem, aber es war teilweise echt nah an der Schräge zum Hang und nicht nur ich bin da mal böse umgeknickt

Alles in Allem war es aber mal wieder ein gelungenes Festival und wir kommen gerne wieder!
Huch, der Punkt "negativ" ist doch ganz schön lang geworden, wollte die Punkte aber einfach nur mal ausführen! Das Positive überwiegt ganz klar, das andere sind Kleinigkeiten (das Tüpfelchen auf dem "i")

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#8 Beitrag von Lmnr20 »

So Moin,
ab geht's:
Bändchen: Auf jeden Fall Positiv dass es Stoffbändchen gibt, mit dem leicht Faden Beigeschmack dass man sich die Metallplombe gespart hat.

Anreise: Positiv dass sie überhaupt funktioniert hatte, wenn auch mit Verzögerung, negativ allerdings dass alles doch ein wenig unbeholfen wirkte. auf der Großcampfläche waren zur Hälfte Platten ausgelegt, da stellt man sich die Frage warum nicht bis ganz hinten? Klar, die Dinger sind nicht billig aber 150 Meter mehr und man hätte fast ohne Wartezeit den Platz bergab befüllen können (und einige Trakotreinsätze wären ausgeblieben).

Bühne: Einfach nur Positiv. So gut war die Musik glaube ich noch nie abgestimmt, an Haupt-, SFN- und Steinbruchbühne war der Klang immer Klasse! Großes Lob!

Essen: Auf dem Campingplatz der Inder bekommt eine 4-, das war garnix, unten auf dem Festivalgelände war Alles was ich Probiert habe superlecker und für Festivalverhältnisse auch preislich echt Fair

LineUp: Für mich als Mainstreamer war das ein Griff ins Klo. Konnte mit kaum einer Band was anfangen außer dem letzten Act des Tages. Da haben - wie jedes Jahr - die Schwesterfestivals dann doch immer einen oder zwei große Acts mehr auf dem Plakat, und das beim günstigeren Ticket.. schwierig

Müll: Rückgabe hat mit Montagsabreise super funktioniert, wir waren ein Großcamp und der Platz war auch wie letztes Jahr Ultra Sauber. Glaube aber das ist halt auch deutlich einfacher Keinen Müll zu produzieren wenn man Fahrzeuge auf dem Platz hat, da kann man viel mehr Gegenstände nutzen die Wieder verwendbar sind, stabilere Pavillons, Stühle etc.

Strom: Einfach Top! Unkompliziert, durchgelaufen ohne Störung. finde die Idee Super und andere Festivalbetreiber sollten sich an der Idee orientieren. Müsste ich meinen Strom mit dem Eigenen Aggregat erzeugen bin ich bei 5 Tagen, 24h und 1L/h bei 120 Liter also schnell mal 200 Euro, von der Arbeit das Aggi mitzunehmen etc. ganz zu schweigen. Umweltmäßig auch klar dass ein Zentrales für 30 Camps besser ist als 30 einzelne. Außerdem Reicht eine Steckdose Locker für alles, wir hatten eine Ordentliche Anlage dran, sowie Kühlanhänger und Lichter und noch massig Reserve. mehr brauchts nicht, beugt auch dem Anlagenwettrüsten vor.

Campingkonzept: Selbe Meinung wie letztes Jahr. Traurig. Im Großcamp fühlt man sich wie im Zoo wenn die "normalen" Camper mal mit dem Bier Durchlaufen um sich die "Assis" anzuschauen.. Durch diese Abtrennung von kleinen und großen Gruppen kommt man untereinander gar nicht mehr auf natürliche Art und Weise in Kontakt, außer halt auf Krampf. Sah auch aus als hätte sich die Anzahl der Großcamps zum Vorjahr nochmals halbiert, überhaupt war ja so verrückt wenig los. Wenn soviel Womo-Camping möglich ist muss es doch eine Möglichkeit geben zum alten Konzept zurück zu kehren.. Klar, man will die "Partycamps" nicht auf dem Platz haben aber das sind Nun mal die bunten Camps die hier alles immer ausgemacht haben. So kommt kein Festivalfeeling auf, da kann ich den ganzen Kram auch Zuhause auf einer Wiese hinstellen...


Fazit: Entweder werde ich zu alt oder das Festival liegt gerade im sterben. Mittelmäßige Bands mit denen man kaum noch Leute bekommt (nicht ausverkauft, spricht für sich), ein Campingkonzept das so weit weg vom originalen Taubertal-Camping ist, dass mans jetzt auch sein lassen kann und ein echt nicht mehr billiges Ticket. Reicht für unsere Truppe dass wir sagen Feierabend.
Unser Hauptargument war immer der Bunte Campingplatz, den der Veranstalter ja so offensichtlich nicht mehr haben möchte. Deswegen hier nochmal ein paar Worte dazu:
Möglich ist es ja, die Autos auf den Platz zu bekommen, siehe WoMo Camping, Großcamp etc. nur die Sortierung ist ja hier der Knackpunkt. Das Konzept mit Camping, Autocamping und Sonderzone war doch eigentlich perfekt um jedem das zu bieten was er haben möchte. Ein riesiger bunter Zeltplatz, wo es an jeder Ecke was zu sehen gibt. dieses Jahr war man in 15 Minuten einmal durch, bin mal gespannt ob noch ein Luftbild gepostet wird. Andere Veranstalter machen vor wie es geht mit "Lautem" und "Leisem" Camping. So kann man auch einfacher eine Nachtruhe durchsetzen. Finanziell kann ich mir nicht vorstellen dass es hier hängt, Ich glaube den meisten wäre es einen Haufen Geld Wert den Wagen aufm Platz zu haben. Ich würde hier wirklich gerne Ausführlich mit jemandem sprechen weil ichs einfach nicht Verstehen kann. Hängt es an Auflagen, am Geld oder ist es einfach nicht mehr gewollt? Naja, werde es vermutlich nie erfahren. Im VVK holen wir uns jedenfalls keine Tickets, wenn das LineUp nicht übelst umhaut gehts halt wonaders hin, in der Woche gibts ja auswahl. Hoffe wirklich da passiert noch was kanns mir aber nicht vorstellen.

In dem Sinne: Es war alles Okay und gut, aber mit sosososo viel Luft nach oben um wirklich ein "geiles" Festival zu sein.
@TTF '14 '16 '17 '18 '19 '19 '22 '23

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vfbler
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#9 Beitrag von vfbler »

Positiv war aus unserer Sicht die Stoffbändchen, an den Bierständen ging’s recht schnell, Preis der Getränke akzeptabel, Einlasssituation gut, fast keine Wartezeiten, Programm auf der SfN hat uns musikalisch gerade noch so das Festival gerettet,
Toilettentechnisch auch alles OK.
D.h. insgesamt hat sich die Orga gut entwickelt
und ist aus meiner Sicht deutlich besser wie vor Jahren.

Negativ vor allem der hohe Preis der Tickets für das aus unserer Sicht mäßige Lineup.
Wir haben noch nie so wenig Konzerte wie dieses Jahr besucht, da war (vor allem bei den Headlinern )einfach nix dabei.
Die Preise fürs Essen, 10€ für ein paar Thai Nudeln, frech. Kann schon nachvollziehen das vieles teurer geworden ist, aber das ist nicht OK ( möglich das Karo darauf keinen Einfluss hat!?).


Insgesamt bin ich gespannt ob Karo den Spagat zwischen jungen und älteren langjährigen Festivalbesuchern hinbekommt.
Ob es für uns nach 15 Jahren Taubertal weitergeht, hängt stark vom Lineup 2024 ab,
könnte sein das 2023 der letzte Besuch war, auch wenn mir dann in der Jahresplanung was fehlen würde, schau mer mal.

Alex-Spillway
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#10 Beitrag von Alex-Spillway »

Hallöle,

ich schreibe auch mal noch ein paar Zeilen.

Positiv: Die Backstageführung war echt super! Mega entspannt und sehr cool, dass wir sogar auf die Hauptbühne durften. Hatte mir - da ja keine Dauer angekündigt war - das Ganze viel kürzer vorgestellt und hab den Nachmittag echt genossen. Sorry nochmal, falls sich jemand durch meine Aussage, mit den "neuen" Bands könnten die alten Hasen doch nix mehr anfangen (so oder so ähnlich hab ich es gesagt :D ), auf den Schlips getreten gefühlt hat.

Bestätigen kann ich die positiven Eindrücke zu Wartezeiten an Getränkeständen und WCs auf dem Festivalgelände. Auf dem Camping im Tal fand ich hingegen weder die neuen Betreiber besonders nett noch die Hygienestandards ausreichend. Ich frage mich auch, warum ich auf dem Campingplatz, für den ich nächstes Jahr 20 Euro zahlen soll, noch 50 Cent fürs Pinkeln bezahlen soll?! Sorry, aber zahlen für die Verrichtung der Nothdurft finde ich einfach total daneben. Mir geht das schon auf anderen Veranstaltungen wie Volksfesten auf die Nerven, aber da ist der Beitrag wenigstens freiwillig. Auf dem Taubertal lassen sie dich nicht aufs Klo, wenn Du nicht löhnst. Absurd.

Ebenfalls positiv fand ich den Sound auf Haupt - und SfN Bühne. Ging richtig gut ab und zwar egal, ob man vorne drin oder links auf dem Hügel stand. Chapeau!

Tatsächlich finde ich es auch gut, dass man nicht mehr vom Tal Camping direkt Richtung SfN Bühne kommt, sondern nur noch raus. Das ergibt so weniger Gedränge.

Negativ:
- kein Mini Supermarkt mehr im Tal
- der Einlass ins green Camping ist eine organisatorische Katastrophe - und das seit vielen Jahren! Früher, als man noch mittwochs anreisen durfte, war die Lage insgesamt entspannter. Jetzt stehen um 7 Uhr schon hunderte Leute vor der Bushalte nach der Doppelbrücke und stehen sich dann von 9 bis 11 - diesmal in der brutalen Sonne - die Füße platt, weil da im Häusle nur 4 Menschen sitzen, die in dem Nadelöhr Bändchen in aller Ruhe an die Arme justieren. Ändert das bitte.
- Müllpfand. Wir sind mittlerweile so sparsam mit dem Müll, dass wir als Gruppe von 10 Leuten echt Probleme haben, genügend Säcke abzugeben. Das System hat ausgedient in seiner jetzigen Form.
- Lineup: bitte wieder mehr Rock, gebt uns doch wenigstens einen Headliner, der auch die "alten Hasen" glücklich macht :) ich mag Marteria echt gerne, aber mit Electric Callboy und dem ganzen YouTube Hype kann ich nix anfangen.

Ach Taubertal. Ich komm ja doch immer wieder, einfach weil ich seit 2004 da bin und weil es ein tolles Gefühl ist, donnerstags in aller früh über die Brücke im Tal zu gehen. Auch wenn ich schon etwas traurig bin, wenn ich aufs erste Ticket schaue - das hatte 65 Euro gekostet und das Lineup war unglaublich geil.
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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#11 Beitrag von vfbler »

Was ich noch Negatives bei meiner vorigen Ausführung vergessen habe ist das bei
While she sleeps auf der SfN
es extrem von der Hauptbühne rüber geschallt hat, das war echt ätzend!!

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#12 Beitrag von markus.whatever »

Alex-Spillway hat geschrieben: Donnerstag 17. August 2023, 20:59 - Lineup: bitte wieder mehr Rock, gebt uns doch wenigstens einen Headliner, der auch die "alten Hasen" glücklich macht :) ich mag Marteria echt gerne, aber mit Electric Callboy und dem ganzen YouTube Hype kann ich nix anfangen.
Also wenn Electric Call Boy nicht rocken, weiß ich auch nicht.
Manchmal hab ich auch das Gefühl, dass sich viele mit den "neuen" Bands auch einfach gar nicht beschäftigen.
Man kann halt auch nicht jeder Jahr die Ärzte, die Hosen und The Offspring buchen (auch wenn das sogar mein Geschmack wäre).
Ja von mir aus, dann nennt sich die Mucke halt Deephouse
aber dafür, dass hier niemand tanzt, ist sie ziemlich laut.

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Re: Positives & Negatives zum Taubertal-Festival 2023

#13 Beitrag von The Reaper »

so, nach einer kurzen Arbeitswoche nach dem Festival und anschließendem Urlaub komme ich nun endlich dazu, hier noch was zu schreiben. Als Talcamper bezieht sich meine Meinung auf den unteren Campingplatz, außer ich schreibe explizit zum oberen.

Positiv:
- Toiletten und Duschen als Flat auf dem unteren Campingplatz. Endlich hat man es hier geschafft, auch eine Flat anzubieten. Gleichzeitig ist das aber auch ein Kritikpunkt (siehe unten)
- Trinkwasserversorgung auf dem Zeltplatz und dem Konzertgelände. Hier hat sich in den letzten Jahren echt einiges getan :daumenhoch01: Wenn die Wasserleitungen es zulassen, dann gerne noch einen zweiten Waschtisch aufstellen.
- Stimmung auf dem Zeltplatz. Vielleicht lags an unserer kleineren Gruppe, aber ich empfand die Stimmung als angenehm und total entspannt. Man konnte mit allen gut über alles reden, wenn mal etwas gestört hat und musste sich auch nichts an den Kopf werfen lassen. Auch die Poolboys an der Furt sind mittlerweile entspannter. :D
- Müllentsorgung auf dem Campingplatz. Das wird echt jedes Jahr noch etwas besser! Als wir abgereist sind, hatten wir grüne Wiese um uns rum. Insgesamt wird hier auch von den Besuchern auch einfach mehr darauf geachtet. Auf meinem ersten Taubertal vor über 10 Jahren bin ich noch zwischen den Zelten gefühlt durch eine Müllhalde (Bierdosen, Kronkorken, Essensverpackungen usw.) gelaufen. Wir hatten aber tatsächlich auch mit unserem Müll wirtschaften müssen und haben schon über das ganze Wochenende den Müll auf mehrere Tüten verteilt (Stichwort Müllpfand)
- Securitys am Green Camp und dem dortigen Eingang zum Festivalgelände: Die Frauen und Männer waren immer entspannt. Gut finde ich auch, dass die Securitys regelmäßig über den Campingplatz laufen und nach dem Rechten sehen. Aber auch das schien mir immer ein sehr entpsannter Gang zu sein. Einzig die Kommunikation im Vorfeld sollte noch besser abgestimmt werden; Stichwort Trinkflaschen auf dem Konzertgelände.
- Backstageführung + Gespräch mit Florian am Ende. :10:

Negativ:
- Preisliche Gestaltung der Dusch- und Toilettenflat: Es gibt nur eine Flat für Dusche und Toilette, eine Trennung gibt es nicht. Das ganze kostet 13€, welche als Extrakosten zu verstehen sind. Bei der Backstageführung wurde von Flo erwähnt, dass er sich weniger Wildpinkler wünscht. Bitte, bittte, bitte schafft endlich eine vernünftige Toilettensituation auf dem Zeltplatz, dann werden die Wildpinkler von allein weniger. Pro Ticket 5€ mehr verlangen und dafür die Hygieneinfrastruktur umsonst machen und das ganze auch so klar kommunizieren, da wird sich auch keiner über die "Mehrkosten" beschweren. Andere Festivals bekommen das auch hin. Die Toilettenanbieter können sich darüber hinaus durch ein VIP-Angebot (größere Einzelduschen, geräumigere Klos mit eigeneme Waschbecken usw.) auch noch etwas dazu verdienen, wenn sie unbedingt noch vor Ort Geld von den Besuchern möchten.
- Müllpfand. Zum einen ist das jeden Taubertal-Donnerstagmorgen die gleiche Diskussion bei der Bändchenausgabe bzw. geht da die Suche nach nem 5er los. Am Ende muss man dann wieder diskutieren, wenn man zu wenig Müll hat und deswegen sein Pfand nicht zurückbekommen soll. Meiner Meinung nach braucht man das Müllpfand zumindest im GreenCamp nicht mehr, weil dort mittlerweile gut drauf geachtet wird. Am Nova wird da meines Wissens auch ein Unterschied zwischen Green Camp und normalem Camp gemacht, zumindest musste ich dort dieses Jahr als Greencamper kein Müllpfand mehr bezahlen.

Für mich negativ, aber eher als Gedankenanstoß für KARO möchte ich hier noch einen weiteren Punkt nennen:
- Ihr kämpft damit, die Leute vom oberen Zeltplatz nach unten zu bekommen, was zu späterem Start auf der Hauptbühne geführt hat. Gleichzeitig baut ihr aber das Angebot am oberen Zeltplatz immer weiter aus: Die Campingbühne wird (gefühlt?) mehr bespielt und der "Krämermarkt" findet immer mehr oben statt. Ich war unten etwas überrascht, wie wenig Werbestände aufgebaut sind und hatte mich gewundert, wo alle diese Trinkbeutel vom Radiosender her hatten. Auch die Aktion Tanzen-statt-Torkeln mit ihrem täglichen Gewinnspiel waren leider nicht mehr unten zu finden. Als Talcamper finde ich das schade, da wir uns immer gern bei den ganzen Ständen rumgetrieben haben und teilweise auch coole Sachen abstauben konnten. Vielleicht schafft ihr es in Zukunft wieder, das Zentrum des Festivals mit Konzertgelände und drumherum klar im Tal zu fokussieren und somit auch die Leute wieder mehr dort hin zu locken. Vielleicht kommt ja auch bald die Seilbahn, die den oberen Zeltplatz komfortabel mit dem Tal verbindet. :mrgreen:


Insgesamt war es aber einfach wieder ein super schönes Wochenende und wir kommen nächstes Jahr wieder ins Tal! 8)

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