Ich war gestern bei....

Welche Open-Airs besucht ihr sonst noch? Welcher Gig hat euch besonders gefallen / gelangweilt? Ihr sucht Leute für ein gemeinsames Konzert, dann seid ihr hier richtig...

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Re: Ich war gestern bei....

#581 Beitrag von rulaman » Donnerstag 10. Mai 2018, 18:42

Die kleinen Konzerte sind doch meistens die Besten.
Das wäre doch noch was für einen neuen Thread : Mein kleinstes Konzert
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Re: Ich war gestern bei....

#582 Beitrag von kottsack » Freitag 25. Mai 2018, 12:00

Ich war am Wochenende in Eichstätt auf dem Open-Air, als Beginn und Aufwärmrunde des Jahres. 2 Nächte campen mit vielen lieben Leuten, herzlichen Veranstaltern und einem bunten Programm. Und auch dieses Jahr haben sie es in Eichstätt wieder einmal hinbekommen, alles noch ein wenig zu verbessern. Ich finde das dort einfach klasse und werde sicher nächstes Jahr wieder hinfahren. Es ist zwar die Aufwärmrunde, aber es könnte auch eigentlich wieder das Highlight dieses Festivalsommers für mich gewesen sein.
Wettermäßig sah es den Berichten nach eher dürftig aus, aber das kann ja keiner ändern und es war dann überhaupt nicht schlimm vor Ort und von den größten Geschichten sind wir zum Glück verschont geblieben.
Bandmäßig sah es auf den ersten Blick ein wenig mager aus, was aber dann gar nicht der Fall war. Eichstätt bringt immer so klasse Zeug an den Start, was kaum einer kennt und die Mischung, grade die Mischung aus allen Genres hast du sonst nirgendwo.
Also, Freitag mittag angekommen und noch ein richtig schönes Plätzchen bekommen. Mir ist da erst wieder aufgefallen, wie winzig der Zeltplatz eigentlich ist. Spätestens nach einem halben Tag, wenn du mit offenen Augen durch die Gegend steuerst, hast du jeden mal gesehen und mit vielen schon geratscht und hast einfach ein schönes, gemeinsames Wochenende vor dir!
Zu den Bands: ich bin gleich mal zur ersten Band vor. Heart Attax aus Ingolstadt. Die waren richtig richtig klasse! Hier mal eine kleine Hörprobe. Die sollten verbreitet werden, da die live auch klasse drauf sind:



Richtig gut! Dann gings in 3 Minuten von vor der Bühne wieder zum Zelt, was im hinteren Bereich des Zeltplatzes war. Toll! Später dann wieder zurück zu Manos de Filipi. Eine argentinische Band, die schon über 20 Jahre auf dem Buckel hat und die richtig launig in der Abendsonne war. Hat mir auch sehr gut gefallen und wäre ich ohne Eichstätt niemals drüber gestolpert.

Dann der Headliner des Tages: Dubioza Kollektiv

Eine Jugoband, vielleicht am ehesten mit Ska-P zu vergleichen, wenn Ska-P noch bisschen elektronisches Zeug einbäute. Da war richtig Rabbatz auf und vor der Bühne. 1,5h durchgetanzt, cool wars und der Platz vor der Bühne war mal voll, aber es ist nie wirklich Gedränge. Danach kamen noch Circus Problem aus Tschechien, eine Band, die irgend einen Wettbewerb gewonnen hat und aus Drummer, Klarinette, Tuba, Geige und Quetsche besteht. Ansich interessant, aber die haben gar nicht gezogen und es wurde langsam auch so richtig saukalt. Klarer Himmel, durchgeschwitzt vom Kollektiv und mit deutlich weniger Leuten vor der Bühne ging da einfach nix mehr. Also nach 4-5 Liedern, die sich alle gleich angehört haben, zurück zum Zelt und den Abend mit den Nachbarn ausklingen lassen. Nachts wars so schweinekalt. Die Ausrüstung sollte es eigentlich hergeben, aber bei 6°C im Zelt ist nix zu machen. Also wars eine sehr sehr unruhige Nacht mit wenig Schlaf.

Am Folgetag weiß ich gar nicht mehr so recht, was ich angeschaut habe. Da war jetzt nix dabei, was groß Eindruck hinterlassen hat. War aber bestimmt ganz nett. Es hat immer wieder mal geregnet, war aber nicht wild. Tocotronic am Abend waren gut. Das hat mich überrascht. Was ich so mitbekommen habe, haben die ganzen Kiddies die gar nicht gekannt - was in meiner Generation unmöglich wäre, aber mei, die Zeiten ändern sich. Die Kleinen gingen am Nachmittag zu Egotronic und am Abend waren die ganzen alten Säcke und Heimscheißer da. Sehr viele saubere Menschen waren dort, die sich ihre alten Helden angesehen haben und, dafür, dass ich Tocotronic nicht so sehr mag, haben die mir echt gut gefallen.
Ja, am Sonntag gings dann wieder mit einem Lächeln im Gesicht vormittags nach Hause und es war schön.

Kurze Fakten:

- 0,5 sehr gutes Bier (nicht Beck's) für 3€ im Plastikbecher, alkfreies Zeug für 2,50€
- Sehr leckerer Burger, der fast mit einem echten Burgerladen mithalten kann für 6€, vegane saugute Pommes für 3€ (Essen war von der Auswahl her gering, aber alles fein!)
- die saubersten Dixies der Welt Welt Welt. Ich glaub, wenn die von der Fabrik ausgeliefert werden, dann sind die schmutziger wie da. Es sind halt fast alles anständige Leute dort und selbst die assligsten Assicamps haben überwiegend am Sonntag schön ihr Stück Wiese aufgeräumt. Und die Penner, die das nicht gemacht haben, die können nächstes Jahr gerne wieder zu Rock im Park fahren. Das war heuer nämlich ausnahmsweise nicht parallel dazu und so gabs halt ein paar so beschissene Arschlochcamps mit typischerweise Elektro- und Hip-Hop-Mukke. Keine Ahnung, ob das korreliert, aber empirisch würde ich sagen: Ja!
- lauter liebe, nette Leute gesprochen, nette Secs, die böser ausschauen, als sie sind, super Gelände mit Deko, Spielecke, Hängemattenecke, Feuerstellen, etc.
- ich komm auf jeden Fall wieder und nächstes Jahr schau ich mir auch am Samstag morgen die Dollnsteiner Blaskapelle an, die wieder zum Einspielen über den Zeltplatz marschiert ist. Heuer war ich noch zu gerädert von der arschkalten Nacht!

:10: Eichstätt, bestes Festival, wo gibt!
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Re: Ich war gestern bei....

#583 Beitrag von rulaman » Sonntag 27. Mai 2018, 17:12

Wie immer sehr schöner Bericht, vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr auch mal dort hin.

Wir waren gestern zu einem Konzert im Elsass, genauer gesagt in Sélestat im Club "Bar Le Tigre".

Anlass des Ausflugs war die französische Ska-Punk-Band Les Caméléons. Auf ihrer Deutschland-Abschiedstour ( Gründungsjahr 1991) vor fünf Jahren haben wir zu unserem 20-jährigen Hochzeitstag die Band im Franz.K in Reutlingen erlebt und es war eines unserer bisherigen Highlights. Die Band spielt seither nur noch wenige Gigs in Frankreich und seither warten wir auf einen Auftritt in erreichbarer Nähe.

Nun war es also endlich so weit. Die Bar Le Tigre ist ein kleiner, aber in der französischen Punkrock-Szene offenbar recht angesagter Club. In vier Wochen spielen dort beispielsweise die Mad Caddies.
Das Fassungsvermögen in dem von einer sehr schönen Bartheke dominierten Laden schätze ich auf vielleicht gut 100 Personen.

Als Support war eine Schweizer Band angereist mit Namen "Coffee For The Restless". Die Musikrichtung könnte man in etwa als angegrungeten Bluesrock bezeichnen mit leichten Countryeinflüssen. Nach hoffnungsvollem Beginn verflachte der Auftritt zusehends, mir wurde es dann einfach zu noisy. Den etwa 30 anderen anwesenden Besuchern schien es allerdings ganz gut zu gefallen.
Gegen 22.45 Uhr enterten dann die Objekte der Begierde die Bühne und es ging sofort voll zur Sache. Das Gaspedal wurde durchgetreten und das Tempo und die Energie für etwa 100 Minuten mit nur wenigen Ruhepausen aufrecht erhalten. Auch das auf 70 bis 80 Personen vergrösserte Auditorium ging von Beginn an voll mit, bis auf die üblichen 3-4 stoischen Thekensteher waren alle während des kompletten Auftritts in Bewegung. Inclusive der beiden Kids des Sängers ( vermute ich mal), die mit ihren 9 oder zehn Jahren zwischen den ganzen Erwachsenen mit hüpften. Es war sehr heiss in dem Club, dem entsprechend ging es dann nach einem Absacker klatschnass aber zufrieden zum Campingplatz zurück.

Bei einem Eintrittspreis von 11.30 Euro ( Abendkasse 10 !! Euro) liessen sich dann auch die relativ happigen Getränkepreise gut verschmerzen, irgendwie muss der Veranstalter ja auch die Antrittsgage wieder reinbekommen.
0,5 l Bier vom Fass : 5 Euro
0,5 l Desperado : 6 Euro ( allerdings selbst gemixt und super lecker, viel besser als das Zeug aus der Flasche.)

Ich kann mir gut vorstellen, dass uns die Bar bei einem dem entsprechenden Liveact mal wieder sehen wird.

Zum Schluss noch eine kleine Kostprobe des Auftritts:
https://www.facebook.com/cameleonsoffic ... 497407335/
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Re: Ich war gestern bei....

#584 Beitrag von Dash » Sonntag 27. Mai 2018, 19:03

Danke für die tollen Berichte ! Lese ich immer wieder gerne wen es wohin verschlägt!
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Re: Ich war gestern bei....

#585 Beitrag von rulaman » Montag 11. Juni 2018, 20:01

Vergangenen Freitag waren wir auf dem Ulmer Zeltfestival bei den Donots.

Das Ulmer Zeltfestival gibt es schon seit vielen Jahren, während mehrerer Wochen werden hier in einem Zirkuszelt Konzerte aller nur erdenklicher Musikrichtungen angeboten.
Das Gelände liegt direkt an der Donau an einer grossen Wiese. Wer keine Lust auf Musik hat kann sich auf dem Gelände auch ohne Eintrittskarte aufhalten und das sehr reichhaltige gastronomische Angebot nutzen.

Los ging mit dem Opener City Kids Feel The Beat aus Ulm. Punkrock mit Metaleinsprengseln. Als Aufwärmer ok.
Die Donots hatten wir all die Jahre über irgendwie nicht auf dem Schirm und sie erst bei ihrem letzten und überzeugenden Auftritt im Tal zum ersten Mal gesehen. Nun also die Premiere für eine Headlinershow. Mit Volldampf ging es los und die Band sprühte geradezu vor Spielfreude. Ingo nahm sich viel Zeit mit dem Publikum zu interagieren, was dem ganzen Auftritt eine sehr lockere Atmosphäre gab. Die Stimmung im Auditorium war grandios, selbst diejenigen, die hinten auf den Sitzen des Zirkus saßen waren voll in Bewegung. Nachdem der Auftritt mit We´re not gong take it und So long fulminant beendet war gab es noch eine akustische Zugabe vor dem Zelt.
Mit Sicherheit sind die Donots eine der besten deutschen Livebands.
Aber was erzähle ich...der langjährige Taubertalgänger weiss das natürlich schon lange.
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Re: Ich war gestern bei....

#586 Beitrag von Kuschel » Samstag 21. Juli 2018, 15:26

Bevor die Erlebnisse komplett in Vergessenheit geraten endlich mal der Bericht der jüngst erlebten Konzerte, zwei an der Zahl:

02.06.18
Die Toten Hosen, Stadion Dresden

Sorry, bin irgendwie nie dazu gekommen vorher was zu schreiben, daher jetzt rückblickend noch ein kleiner Beitrag.
Wir haben die Tote Hosen Open Air Termine studiert und überlegt wo wir hingehen sollen.
Klar, eigentlich wäre Stuttgart am einfachsten - dann aber kam der Vorschlag ein Verlängertes WE in Dresden zu machen, kleiner Städte-Trip inkl. Konzert von Hosen.
Dresden wurde uns als Stadt sehr empfohlen, und ich muss wirklich sagen, die Stadt hat Charme.
Irgendwie schon anders als viele andere deutsche Großstädte, manchmal kommt es einem so vor als läuft hier die Zeit langsamer.... Biergärten an der Elbe auch echt empfehlenswert, mit oft gutem, selbstgebrautem Bier.

Ich glaube das war mein erstes Konzert in einem Fußballstadion, leider kamen wir erst relativ spät zum Stadion und wurden so leider nicht mehr in den Vorderen Wellenbrecher gelassen. Hat mich kurzzeitig bisl genervt, da ich mir die Bands lieber "nah" anschaue als auf der Leinwand, aber es hat schon gepasst so. Hatten dann einen schönen Platz mittig, nicht weit von Toiletten und Getränkeständen entfernt.

Line Up war wie folgt:
15:30 Uhr Einlass
17:30 Uhr Schmutzki
18:20 Uhr Feine Sahne Fischfilet
19:20 Uhr Broilers
20:45 Uhr Tote Hosen

Schmutzki haben wir leider verpasst, Feine Sahne Fischfilet noch die Hälfte gesehen - sind ganz cool, kannte die vorher ehrlich gesagt nicht. Sympatischer Sänger, aber wer denkt sich so einen Bandnamen aus??^^ Broilers, erwartet gut wobei Sound solala, Mikro war zu leise. Gänsehaut beim Song "Ihr da oben" scheisse, das war echt krass... Kannte ich vorher noch nicht, vor allem schlimm die Bilder von verstorbenen Angehörigen von irgendwelchen Fans. Das drückt ordentlich auf die Tränendrüse und du musst echt wieder versuchen den Schalter auf "Party" umzulegen!

Tote Hosen kamen pünktlich auf die Bühne, Intro war so Dschungelmusik angelehnt ans Cover des neuen Albums. Campino begrüßte erstmal mit "DREEEEEESDEEEEEN, VOR 5 WOCHEN WAR DÜSSDELDORF DA LETZTE MAL ZU GAST; WIR HABEN 2-1 GEWONNEN" anschließend ein gellenden Pfeiffkonzert, mega geil!!! Aber irgendwie geil das Publikum so zu begrüßen :D
Dann gings auch direkt los mit "Auswärtsspiel". Hier wurde das ganze gut festgehalten.
Stimmung war super, Hit an Hit, ab und zu eine Ballade, gute Mischung aus Alt und Neu. Einfach eine geile Liveband!!
Haben gute 2,5 Stunden gespielt. Schön wie die Hosen immer auf die jeweilige Stadt in der sie spielen eingehen und von "alten" Zeiten erzählen in denen Sie noch im Club XY vor 50 Leuten gespielt haben...

Danach hatte Campino diesen Hörsturz und heute gehts mit der Tour in Stuttgart weiter, allen viel Spaß :)

---------

Bericht Nr 2:

19.07.18
In Extremo, Burg Esslingen

Also mal wieder ein "In-Ex" Bericht, der gefühlt 50igste :D Die alljährliche Burgentour führt die Sieben immer wieder auf Schlösser, Kirchen, Ruinen und Burgen. Mit der Burg in Esslingen war daher eine tolle Location in der Nähe dabei, klar dass wir dahin gehen. Esslingen an sich ein nettes Städtchen, geparkt wurde im Parkhaus (Kosten für 6 Stunden nur 1,50 €!!!) und dann folgte noch ein 15min Fußmarsch zur Burg.
Vorband waren Paddy and The Rats aus Ungarn. Leider hatte deren Flieger aus Budapest Verspätung und aufgrund Verkehrschaos kamen die Jungs 30 Minuten später als gedacht auf die Bühne... In Extremo haben 2 Songs gestrichen dass die Jungs überhaupt noch auftreten konnten. Für 6 Lieder hat es dann doch noch gereicht. Echt schade, die Jungs waren gut. Machen so alte Seemanns-Folklore in einer rockigen Form mit E-Gitarren, Geige und Akkordeon.
Wären auch mal was fürs Taubertal, wer die Jungs noch nicht kennt: Klick
In Extremo selbst war wie immer super, gut gelaunt, voller Spielfreude - ebenso das Publikum. 3200 Leute waren da, stand glaub kurz vor "Ausverkauft". Spieldauer war aufgrund der 2 gestrichenen Songs gute 1,5 Stunden. Hätte länger sein können, aber das is bei Konzerten immer so. Konzertticket kam auf knapp 50 €, das is schon sportlich, aber sicher auch der außergewöhnlichen Location geschuldet. Nach dem Konzert kamen ein paar Jungs von In Ex noch zum Merch Stand und man konnte noch bisl labern und ein Bier zusammen trinken. Schade dass das Konzert am Donnerstag war, sonst hätten wir sicherlich noch länger vor Ort ausgeharrt!

:10: für beide Konzerte!
Ann ‎(22:18):
also ich find scho das du auch betrunken hammer gut aussiehst

-----------------------
!!PRO MITTELALTER AUF DEM TAUBERTAL!!

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Re: Ich war gestern bei....

#587 Beitrag von Dash » Samstag 21. Juli 2018, 16:59

Super Berichte, Danke für deine Mühe! Top!

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Re: Ich war gestern bei....

#588 Beitrag von häxe » Montag 23. Juli 2018, 13:39

Noch kurz zu den Hosen,
bin kein Fan, aber was die da an Vorbands aufgefahren haben... mein lieber Scholli.

Aber bei den Hosen war nicht sondern bei Das Fest in Karlsruhe am Fest-Freitag.
Wenn jemand "das Fest" nicht kennen sollte hier mal ein paar drumrum-Facts.
Es gibt Karten jeweils einzeln für jeden Tag (Fr/Sa/So) und zwar recht günstig. Wer an Vorverkaufstellen in und um KA rankommt zahlt glaube ich 6 € / Tag.
Wer weiter weg wohnt wie ich und über Eventim bestellt zahlt 11€/Tag.
Das Fest ist in 2 Bereiche aufgeteilt. Den Hügelbereich mit der großen Bühne für die man die Eintrittskarte braucht. Und einen sehr großen Bereich drumherum wo man auch umsonst hinkommt. Da gibt es zahlreiche weitere Bühnen (eine für DJs und eine Comedy und weitere für Musik mit unbekannteren Künstlern). Dann natürlich Essen und Getränke in beiden Bereichen. Im Hügelbereich fast etwas zu wenig wenn man die Schlangen am Abend so gesehen hat. Da verging einem der Hunger.
Dann gibt es noch sehr viele Sponsorenstände. Das die Karte nicht viel kostet bzw. einfach auch sehr viel für umsonst geboten wird, muss natürlich finanziert werden. Das ganze hat den sozialen Aspekt das jeder es sich leisten können soll dabei zu sein. Viel Schnickschnack. Fotos machen und Hüte bei LBS, bei dm durfte man umsonst Sonnencreme holen, bei Ikea durfte man Blumenkränze flechten usw. . Für mich nicht wirklich interessant aber tut auch keinem weh und alles ohne aufdringlich zu sein. Gut, das nirgendwo jemand Adressen, email oder so wollte hatte wohl noch einen anderen Grund (DSVGO).
Um an Karten zu kommen muss man mittlerweile ziemlich auf Zack sein. Das Festival ist meist recht schnell nach Vorverkaufstart ausverkauft. Klar bei dem Preis und auch klar, das zieht die Abzocker die dann mit den Karten auf ebay was verdienen wollen auch an. Maximal 6 Karten darf man bestellen.
Das heißt dann im Zweifel die Karten zu kaufen ohne zu wissen wer spielt.
In meinem Fall war es dieses Jahr so, daß mit VVK-Start bereits mit von wegen Lisbeth und Bosse zwei Bands/Künstler für Freitag bekannt gegeben wurde. Für mich 2 Bands/Künstler die einen Grund liefern zuzuschlagen. Zusammen mit einem bisher immer schönen Familientag absolut wert nach KA zu fahren.
Als Headliner für Freitag wurde dann irgendwann mal noch Mando Diao bekannt gegeben.
Von wegen Lisbeth und Bosse haben meine Erwartungen voll erfüllt. VWL machen Spaß zuzuschauen und hören.
Bosse ist einfach eine Rampensau. Mir gefallen nicht alle seine Songs, manche dafür sehr. Tatsache ist aber das er einer ist der auf der Bühne einfach immer alles gibt und auch sympatisch rüberkommt.
Über Mando Diao hatte ich mich gefreut als die für Freitag verpflichtet wurden. Die neueren Sachen musste ich aber erst mal ein wenig reinhören. Seit einer der beiden Sänger weg ist gab es ja 1 Album. Dieses Album ist meiner Meinung nach schon deutlich schwächer als die Alben als die Band noch komplett war. Deshalb waren meine Erwartung sogar eher gedämpft. Was soll ich sagen. Mando Diao haben mich dennoch enttäuscht.
Das war eine Band die sich selbst covert aber ans Original nicht mehr rankommt. Da war auch keine Energie zu spüren. Schon ab dem ersten Song hörte es sich an als ob die Ihre Lieder etwas gedämpfter, langsamer und bekömmlicher für einen Kaffee/Kuchen Nachmittag im Altersheim spielen. Auf dem Heimweg im Radio habe ich ein paar völlig begeisterte Stimmen von Fans gehört und mich gefragt ob die eigentlich diese Band schon mal vor 5 Jahren oder so gesehen haben.
Wenn jetzt eine meiner Lieblingsbands, sagen wir mal Biffy Clyro so ein Problem hätten. Wäre es mir lieber die würden aufhören anstatt sowas abzuliefern wie es Mando Diao tun ? Ich glaub schon.
Alles in allem war es schon OK, die beiden davor waren ja gut und schwache Mando Diao sind mir trotzdem lieber als der Head vom Fest-Samstag: Marteria

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Re: Ich war gestern bei....

#589 Beitrag von Pommes » Sonntag 29. Juli 2018, 12:20

...Die Kassierer im Stattbahnhof Schweinfurt am 27.07.2018

Am Freitag ging es für mich nach Schweinfurt um meinen Gewinn vom Tauberplanscher Quiz einzulösen. Wir hatten bereits Karten für den Gig in Würzburg letztes Jahr geordert, wurde aber abgesagt da sich der Sänger ein Bein brach.

Der Stattbahnhof selber ist ein links-alternativlastige Location mit direkter Kneipe im selben Gebäude. Einlass war unkompliziert, einfach den Namen an der Kasse genannt und ein Bändchen bekommen. Drinnen dann die erste Überraschung, es gab Stehtische und 0,5L Flaschenbier. Ein Hefe hat 3,20 EUR gekostet, Pils vom Fass und großes Flaschenbier 2,90 EUR, also für ein Konzert richtig billig. Von der Größer her dürfte es ähnlich dem Colos Saal in Aschaffenburg sein, wobei es hier noch eine kleine Empore gibt. Die war leider aber schon mit dem Mischpult belegt. Alles in Allem relativ alt aber mit Charme. Ich freu mich schon wenn ich in 4 Wochen die Donots hier sehen werde.

Die Vorband "Oider" haben wir uns geschenkt und lieber noch ein Bier im freien auf einer der aufgestellten Festbänke getrunken. Das Publikum war dann doch etwas anders als ich mir vorgestellt habe. Wesentlich weniger Punks als ich dachte, dafür doch viele des älteren Semesters, die Sporthosen-Unterhemd Fraktion und viele Leute wo es einem sofort in den Kopf schoss "Was zur Hölle machst du hier?". Die Partei war auch mit einem Stand vertreten. Die Schlagzahl der getrunkenen Biere war sehr hoch, was sich später an der Theke auch bestätigte.

Die Kassierer selber wurden dann von einem Typ eingeläutet, der verschiedene Songs auf einer E-Gitarre mit dem immerselben Ton präsentierte. Bis die eigentliche Band auftrat verging noch eine ganze Weile, schlussendlich wurde mit einer dreiviertel Stunde Verspätung angefangen. Bis dahin waren alle Personen im Raum schon komplett durchgeschwitzt, die Temperaturen waren am Limit des Ertragbaren. Schon vor dem ersten Song skandierte die ganze Halle "ausziehen, ausziehen", was Wölfi allerdings den ganzen Abend nicht tat. Dafür waren die Zuschauer umso freizügiger, gleich mal 3 Pesonen auf der Bühne komplett blank gezogen. Das zog sich dann auch durchs komplette Konzert, immer mal wieder "Flitzer" auf der Bühne :mrgreen:. Zwischendurch ein Gitarrist mit ner Donald Trump Maske auch komplett nackt, sein Bandkollege ist ihm dann mit einem Einmalhandschuh auf dem Kopf in den Allerwertesten gekrochen.
Wölfi selber eigentlich durchgehend emotionslos, hat den größtenteil seiner Texte einfach abgelesen (was ich ihm allerdings nicht abgenommen habe). Der eine Gitarrist hatte sichtlich Spaß und hat seine eigenen "Musik" auch gelebt.
Zur Musik selber braucht man glaub ich nicht viel sagen, besonders lyrische Texte oder Melodien braucht man hier nicht erwarten. Es geht ausschließich um Saufen & Sex. Die Ansagen zwischendurch waren tatsächlich auch witzig, wobei nach 60 Minuten dann auch irgenwann die Luft raus war. Insgesamte Spielzeit waren 90 Minuten. Die Soundanlage war unterirdisch, Sänger hat man sehr schlecht verstanden. Gitarrist wollte beim zweiten Song trotzdem seine Gitarre lauter gestellt bekommen :mrgreen: Der Kartenpreis war wohl irgendwo bei 20,00 EUR, das wäre auch meine persönliche Schmerzgrenze die ich für sowas bezahlen würde. Zum Schluss des Konzertes waren auch gefühlt 80% der Leute besoffen.

Lustige Gegebenheiten rund um den Abend:

-Bereits vor dem Konzert war das komplette 0,5L Bier leer, die eilig besorgte Ersatzmarke war Mitte des Konzertes schon wieder vernichtet (das Schlimmste, ist wenn das Bier alle ist!)
-vor dem Konzert eine Schlägerei neben uns (Punks sind wohl doch nicht alle so friedlich)
-Während dem Konzert wurden alle Raucher angeleuchtet und ermahnt während Wölfi sich eine nach der anderen auf der Bühne reingepfiffen hat
-die Bedienung an der Kneipentheke hatte schon bei unserer Ankunft einen sitzen.

Vielen Dank nochmal für die Freikarten, ich hatte einen unterhaltsamen Abend.

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Re: Ich war gestern bei....

#590 Beitrag von Vollgas » Sonntag 29. Juli 2018, 13:10

Danke für den unterhaltsamen Bericht. Super das alles reibungslos geklappt hat.

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Re: Ich war gestern bei....

#591 Beitrag von Pommes » Dienstag 31. Juli 2018, 08:58


häxe hat geschrieben:Noch kurz zu den Hosen,
bin kein Fan, aber was die da an Vorbands aufgefahren haben... mein lieber Scholli.
Gestern wurden die Bands für die Konzerte in Düsseldorf bekannt gegeben: Rogers, Massendefekt, Feine Sahne Fischfilet und Billy Talent Bild

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Re: Ich war gestern bei....

#592 Beitrag von markus.whatever » Dienstag 31. Juli 2018, 10:46

Pommes hat geschrieben:
Dienstag 31. Juli 2018, 08:58
häxe hat geschrieben:Noch kurz zu den Hosen,
bin kein Fan, aber was die da an Vorbands aufgefahren haben... mein lieber Scholli.
Gestern wurden die Bands für die Konzerte in Düsseldorf bekannt gegeben: Rogers, Massendefekt, Feine Sahne Fischfilet und Billy Talent Bild
Schon sehr fett. Bin am überlegen..
Ja von mir aus, dann nennt sich die Mucke halt Deephouse
aber dafür, dass hier niemand tanzt, ist sie ziemlich laut.

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Re: Ich war gestern bei....

#593 Beitrag von rulaman » Sonntag 19. August 2018, 11:24

Nach dem Taubertal ist vor der Herbstsaison...

Damit die Konzertpause bis Oktober nicht zu lange wird haben wir vorgestern noch einen Abstecher zum Obstwiesenfestival in Dornstadt bei Ulm gemacht.
Dieses U&D gibt es schon lange, aus unterschiedlichen Gründen hat es bei uns aber leider noch nie geklappt.
Da dieses Festival über drei Tage geht gibt es natürlich einen grossen Zeltplatz und einen Platz für Auto-/Caravan-/Wohnmobilschläfer. Beides war bei unserem Eintreffen bereits proppenvoll.
Da wir nur Freitag Zeit hatten war dies jedoch egal.
Das Festivalgelände ist ziemlich groß, alleine der Platz zwischen Hauptbühne ( es gibt auch noch eine Zeltbühne) und Mischpult dürfte in etwa die Dimensionen der SfN-Bühne umfassen.
Essensauswahl reichlich und preislich mit dem TTF vergleichbar.
Etwas happig finde ich die Bierpreise, auch wenn sich so ein U&D zum Großteil dadurch finanziert. 3.80 Euro für ein 0,3l Gold Ochsen ( nicht gerade die Krönung deutscher Braukunst ) finde ich trotzdem recht happig.

Zur Musik :

Angeschaut haben wir die folgenden Bands :
-GoGo Gazelle ( sind wohl ein Nachfolger von Benzin) mit deutschsprachigem Punkrock. Waren ganz ok.
-The Bongo Club ( Indierock aus Schweden). Waren auch nicht schlecht, der Gesang des Sängers war allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.
-Der Hauptgrund unseres Kommens und Headliner des Abends waren schliesslich Von Wegen Lisbeth, die wir bereits letztes Jahr auf dem TTF kurz gesehen hatten.
Motor dafür war hauptsächlich meine Angetraute, nach dem Auftritt in Dornstadt muss ich mittlerweile auch sagen : Chapeau die Herren. Es schien, als wären weite Teile des Publikums extra wegen denen angereist, dem entsprechend war dann die Stimmung ziemlich euphorisch und ausgelassen. Die Band liess sich von Beginn an davon mitreißen und legte einen fulminanten Auftritt hin, der keine Wünsche offen ließ. Ausser der Dauer, aber so ist das halt bei Festivals.
Dass der Veranstalter direkt im Anschluss noch einen Besucherrekord von über 10000 Zuschauern verkündete setzte dem dann noch eine Krone auf. Ich fand das zunächst etwas übertrieben, von einer kleinen Erhöhung aus konnte man allerdings ein komplett und sehr dicht gefülltes Konzertgelände sehen. Könnte also stimmen.

Insgesamt ist die Auswahl bei diesem Festival musikalisch sehr abwechslungsreich, wir werden bei Gelegenheit sicher wieder mal vorbeischauen. Die Versorgung mit iostonischen Getränken werden wir dann jedoch selbst in die Hand nehmen.
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Re: Ich war gestern bei....

#594 Beitrag von häxe » Montag 20. August 2018, 08:44

rulaman hat geschrieben:
Sonntag 19. August 2018, 11:24
Nach dem Taubertal ist vor der Herbstsaison...

Damit die Konzertpause bis Oktober nicht zu lange wird haben wir vorgestern noch einen Abstecher zum Obstwiesenfestival in Dornstadt bei Ulm gemacht.
Dieses U&D gibt es schon lange, aus unterschiedlichen Gründen hat es bei uns aber leider noch nie geklappt.
Da dieses Festival über drei Tage geht gibt es natürlich einen grossen Zeltplatz und einen Platz für Auto-/Caravan-/Wohnmobilschläfer. Beides war bei unserem Eintreffen bereits proppenvoll.
Da wir nur Freitag Zeit hatten war dies jedoch egal.
Das Festivalgelände ist ziemlich groß, alleine der Platz zwischen Hauptbühne ( es gibt auch noch eine Zeltbühne) und Mischpult dürfte in etwa die Dimensionen der SfN-Bühne umfassen.
Essensauswahl reichlich und preislich mit dem TTF vergleichbar.
Etwas happig finde ich die Bierpreise, auch wenn sich so ein U&D zum Großteil dadurch finanziert. 3.80 Euro für ein 0,3l Gold Ochsen ( nicht gerade die Krönung deutscher Braukunst ) finde ich trotzdem recht happig.

Zur Musik :

Angeschaut haben wir die folgenden Bands :
-GoGo Gazelle ( sind wohl ein Nachfolger von Benzin) mit deutschsprachigem Punkrock. Waren ganz ok.
-The Bongo Club ( Indierock aus Schweden). Waren auch nicht schlecht, der Gesang des Sängers war allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.
-Der Hauptgrund unseres Kommens und Headliner des Abends waren schliesslich Von Wegen Lisbeth, die wir bereits letztes Jahr auf dem TTF kurz gesehen hatten.
Motor dafür war hauptsächlich meine Angetraute, nach dem Auftritt in Dornstadt muss ich mittlerweile auch sagen : Chapeau die Herren. Es schien, als wären weite Teile des Publikums extra wegen denen angereist, dem entsprechend war dann die Stimmung ziemlich euphorisch und ausgelassen. Die Band liess sich von Beginn an davon mitreißen und legte einen fulminanten Auftritt hin, der keine Wünsche offen ließ. Ausser der Dauer, aber so ist das halt bei Festivals.
Dass der Veranstalter direkt im Anschluss noch einen Besucherrekord von über 10000 Zuschauern verkündete setzte dem dann noch eine Krone auf. Ich fand das zunächst etwas übertrieben, von einer kleinen Erhöhung aus konnte man allerdings ein komplett und sehr dicht gefülltes Konzertgelände sehen. Könnte also stimmen.

Insgesamt ist die Auswahl bei diesem Festival musikalisch sehr abwechslungsreich, wir werden bei Gelegenheit sicher wieder mal vorbeischauen. Die Versorgung mit iostonischen Getränken werden wir dann jedoch selbst in die Hand nehmen.
:lol: lustig, das kann ich (fast)genau so unterschreiben und bestätigen inklusive Einleitung mit "endlich hat es mal geklappt dieses Festival zu besuchen". War mit meiner Frau auch Freitag hingefahren.
Von Go Go Gazelle haben wir leider nur noch 2Songs mitbekommen.
Voodoo Jürgens ist nicht so meins. Ich vermute aber mal, man muss bei dem auch zuhören und auf die Texte achten. Während seiner Spielzeit haben wir uns um was zu essen gekümmert. Der Cheese-Burger (Damn-Burger hieß der Wagen) war leider sein Geld nicht Wert. Für den Preis (7€)hätte ich es lieber klassisch halten sollen und dafür eine Rote (3€) und/oder ein Steak (4€) im Brötchen essen sollen. Gold Ochsen Bier finde ich gar nicht so schlimm. (die (fast)-Einschränkung von oben :wink: )
DZ Deathrays haben mir beim Warmhören von der Konserve schon zugesagt. Waren auch gut, allerdings mit schlechtem Sound im Zelt. (Vielen z.B auch meiner Frau war es zu laut und sind lieber rausgegangen)
the Bongo Club aus Schweden hat uns beiden sehr gut gefallen. Eingängige Indiepopsongs.
Naked Lunch im Zelt hatten dann wieder schlechten Sound dort drin. Es gibt ein paar Songs die mir sehr gefallen. Andere wiederum fand ich langweilig.
Von Wegen Lisbeth waren auch bei uns der Hauptgrund für die Fahrt dorthin. Die haben einen tollen sympatischen Auftritt hingelegt. Die vorgegebene Spielzeit von 1 Stunde für den Head ist etwas wenig. Aber ehrlich gesagt ist es mir lieber eine Band spielt wie VWL eine Stunde Songs ohne viel SchnickSchnack als das die gleiche Songanzahl mit unnützem Gequatsche und Songs in die länge ziehen auf 80-90 Minuten ausgedehnt wird. Und nicht zu vergessen das obligatorische 5 Minuten von der Bühne gehen und dann eine Zugabe spielen egal ob jemand Zugabe ruft. Ich kommen vom Thema ab, aber ich habe mir genau darüber Gedanken gemacht nach dem Ende des Lisbeth-Konzert.
Das war echt gut was die Jungs da abgeliefert haben.
Danach war noch nicht Schluss. Im Zelt spielte noch Jonathan Bree und auf der Hauptbühbe AV AV AV. J.Bree war halt leider so gar nicht interessant und die Aussicht nochmal eine halbe Stunde zu warten ohne zu wissen ab der letzte Act noch was taugt? Kurz gesagt, dann sind wir nach Hause.

Keine Ahnung ob dieses Unwetter durch das wir heimwärts durchgefahren sind noch zum Festival kam. Ich hoffe für die verbliebenen Besucher das sie verschont wurden. Muss ich mich mal schlau machen.

Ja dieses Festival ist definitiv einen weiteren Besuch Wert, sehr schön. Da schließe ich mich rulaman nochmals an.

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Re: Ich war gestern bei....

#595 Beitrag von markus.whatever » Montag 20. August 2018, 09:06

War auch am Freitag. Konnten aus verschiedenen Gründen erst relativ spät los und waren so gerade rechtzeitig zu VWL da.
War ein sehr toller Auftritt. Die machen einfach Spaß.

Haben AV AV AV aus Dänemark auf der Hauptbühne noch angeschaut. Eigentlich war das ja der Headliner aber es war nicht mal halb so viel wie bei Von Wegen Lisbeth los.
Musikalisch wars jetzt auch nicht besonders spannend. War halt Electro (ich meine Tech-House, aber kann da immer schwer differenzieren) mit drei DJs.

Aber die Leute, die noch da waren habens einigermaßen abgefeiert.

Im Zelt haben dann noch DJ Montaro und T-Rex aufgelegt. Sehr geiles Trap/Hip Hop-Set à la Drunken Masters.


Muss sagen, dass ich den Bierpreis auch heftig fand. Wenn man dann allerdings bedenkt, dass man keinen Eintritt gezahlt hat, isses wieder okay.
Ja von mir aus, dann nennt sich die Mucke halt Deephouse
aber dafür, dass hier niemand tanzt, ist sie ziemlich laut.

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Ich war gestern bei....

#596 Beitrag von Vollgas » Montag 27. August 2018, 19:09

Bei den Donots in Schweinfurt. Was ein super gig, die hatten echt Bock und das Publikum auch. Trotz subtropischen Temperaturen im Stattbahnhof bei geschätzten 400 Leuten. Waren auf der Empore. Coole Location, Glasflaschen und Gläser bei nem Donots Konzert hatte ich auch noch nie, nur von mir aus ne blöde Fahrerei. Guido, Eike und Alex getroffen. Sympathisch wie immer, gut drauf, smalltalk gehalten. Rechne fest mit den Jungs am Mission Ready (gleicher Veranstalter).

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Re: Ich war gestern bei....

#597 Beitrag von Pommes » Dienstag 28. August 2018, 10:09

auch bei den Donots in Schweinfurt.

Über den Stattbahnhof hab ich ja schon das letzte mal bei den Kassierern berichtet. Angenehme Preise und Flaschenbier, wunderbar. So richtig Lust hatte ich eigentlich nicht auf das Konzert. Sonntag Abend, ich war Fahrer und auch noch geschädigt vom Vortag. Ich sollte aber eines besseren belehrt werden, es war wirklich super.
Radio Havanna hat den Anfang gemacht. Die spielen ja so ziemlich das gleiche wie die Donots, auch die Stimmen des Sängers lässt sich teilweise schwer von Ingo unterscheiden. Ham ca. 40 Minuten gespielt und auch nicht mit politischen Aussagen gegeizt, es war waren Anti-AFD und Antifa Fahnen auf der Bühne zu sehen.
Nach einer Mini-Umbaupause betraten die Donots um 21 Uhr die Bühne. Wir hatten uns ganz vorne seitlich positioniert (direkt unterhalb des Aufgangs zu Vollgas Platz). Von Anfang an 100% Einsatz und Leidenschaft der Band. Ich kenne tatsächlich keine Band die symphatischer ist als diese Kombo. Das Set besteht mittlerweile, außer 4-5 englische Hits, komplett aus den deutschen Songs. Die Umstellung der Sprache war goldrichtig. Zur Halbzeit des Konzerts bin ich dann in den Pogo miteingestiegen. Hier auch alles sehr angenehm, viele "Springer" unterwegs statt echte Poger, so mag ich das. Die Spielzeit waren volle zwei Stunden für 30 EUR.

Kurze Highlights: Ein Zuschauer durfte auf die Bühne und eine Ansage an seinen Freund machen, der den Krebs besiegt hat. Jan musste sich hier mal kurz weg drehen, da er tatsächlich geheult hat. Beim Song "Clocks" hat sich der komplette vordere Zuschauerteil hingesetzt und gerudert. Eine Zuschauerin durfte den kompletten Song "Problem-kein Problem" auf der Bühne mit Ingo singen. Ingo ist dann noch vom Mischpult, das eine Etage höher liegt als der eigentliche Innenraum, gesprungen. Zum Schluss gabs dann noch den Song "Hansaring" von den Knollmann Brüdern per Akustikgitarre und ohne Mikro inmitten des sitzenden Publikums.

Es war wirklich ein sehr geiles Konzert mit brutalsten Temperaturen. Ingo hat alleine 3 In-Ears kaputt geschwitzt. Einzig allein die Musikanlage des Stattbahnhofs ist kompletter Schrott (oder wie siehst/hörst du das Vollgas?).

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Re: Ich war gestern bei....

#598 Beitrag von rulaman » Samstag 1. September 2018, 19:37

m, eigentlich auch schon wieder ne Woche her, City Riot Fest in Wiesbaden.

Dieses Event bildete den Abschluss des (sic!)-Zyklus der Broilers, die sich damit gebührend und für unbestimmte Zeit von ihren Fans verabschieden wollten.

Am Vorabend , also quasi auf der Hinreise, schoben wir noch ein Konzert des bereits bewährten Duos "The Prosecution / Die Grüne Welle" ein, in Ditzingen bei Ludwigsburg.
Dort waren einige kleine Zelte aufgebaut mit einem umfangreichen Biergarten davor. Getränkepreise eher volkstümlich, an jedem Abend der Veranstaltungswoche gibt es nur ein Gericht im Angebot, der Wurstsalat am Freitag war allerdings Bombe.Das Ganze auch noch als Free Concert bei Top-Sound und zwei bestens gelaunten Bands. Was will man mehr zum Ausklang einer harten Arbeitswoche.

Samstag früh dann weiter nach Wiesbaden. Das Festivalgelände liegt direkt hinter der vielleicht dem einen oder anderen bereits bekannten Konzertlocation Schlachthof. Im Laufe dieses Sommers fanden hier bereits verschiedene Open Airs statt, u.a. mit Billy Talent.
Als Gäste hatten sich die Broilers befreundete Bands eingeladen, als da wären Flogging Molly, The Selecter, Booze & Glory, Drangsal und Emscherkurve 77. Der ursprünglich geplante Beginn von 17 Uhr wurde im Vorfeld zweimal nach vorne verlegt, damit man auch allen Bands eine ausreichende Spielzeit zugestehen konnte.
Bereits beim Warten auf die Öffnung des Geländes wurden die Anwesenden akustisch von einem Fan mit zwei Broilers Songs zum Mitsingen eingestimmt. Neben dem Gelände baute eine Band ihr Set auf, Ivan Ivanovic & The Kreml Krauts. Wollte die schon lange mal wieder sehen, wir zogen dann aber den Opener des Festivals vor. Emscherkurve hatten wir zuvor noch nicht gesehen, es wurde also mal Zeit.
Vor einer kleinen aber feinen Fanschar eröffneten sie dann den Tag mit einem leider zu kurzen Set von gerade Mal 25 Minuten. Ich fand sie eigentlich auch gut, aber der Sound...zu leise und dürftig abgemischt. Dies zog sich dann leider mehr oder weniger konsequent durch den Tag.
Drangsal als zweite Band kam dann eher schlecht an, aber Sammy ist halt Fan von denen. Bezeichnenderweise kam erst beim letzten Song etwas Stimmung auf, 1000 Mal berührt von H.-R. Kunze.
Dritte Band des Tages waren Booze & Glory aus London, die schon des Öfteren mit den Broilers unterwegs waren. Zumindest in der ersten Welle kam zum ersten Mal so etwas wie Stimmung auf, der Sound war ab dem etwa dritten Song in Ordnung. Mich haben sie jedenfalls überzeugt.
Danach mal etwas musikalische Abwechslung. Ska-Legende The Selecter, bereits gesetztere Herrschaften in unserem Alter, brachten viele Leute zum Tanzen. Leider war ich kurz zuvor aus der ersten Welle rausgegangen und musste beim Wiedereintritt warten. Somit konnte ich den Auftritt nur zur Hälfte richtig geniessen.
Flogging Molly hatten wir bereits seit sechs Jahren nicht mehr gesehen und uns richtig auf die gefreut, Die Band war auch bester Spiellaune, das Publikum ging gut mit, der extrem leise Sound hatte mir aber leider 50% meiner Stimmung gekillt.
Zum Abschluss die Broilers. Die Band war wie immer toll, die etwa 9000 Besucher gingen auch voll mit. Es wurden auch einige Songs zum besten gegeben, die sonst eher selten gespielt werden. Alles bestens also ? Leider nicht ganz, denn auch hier brauchten die Tontechniker 4-5 Songs um einen akzeptablen Sound herzustellen. Vielleicht waren auch die Erwartungen einfach zu groß oder wir waren nach einem langen Tag einfach zu platt, wer weiss.
Alles in Allem waren wir dennoch froh die Band vor ihrer Pause noch einmal gesehen zu haben, auch wenn der Auftritt beim Taubertal nicht zu toppen war.
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unkow
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Re: Ich war gestern bei....

#599 Beitrag von unkow » Mittwoch 24. Oktober 2018, 16:47

..Frank Turner.

Erst nochmal danke für die Karten :)

Als wir angekommen sind, war die Posthalle schon ziemlich voll, hast mich erlich gesagt fast bisschen gewundert das soviel los war, die erste Vorband hat gerade aufhört, aber nach Gesprächen mit ein paar anderen Besuchern haben wir da aber nichts verpasst.

Als zweite Band spielte Pup, die kannte ich vorher noch nicht haben aber richtig Spaß gemacht.

Dann kam Frank Turner, das Publikum ging von Anfang an gut mit, fand Frank hatte auch seinen Spaß, spielte auch einen Teil solo hat mir auch sehr gefallen.
Gespielt hat er fast zwei Stunden, vom Sound her fand ich's ganz gut, hatte schon durchaus schlechtere Konzerte in der Posthalle.

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kottsack
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Re: Ich war gestern bei....

#600 Beitrag von kottsack » Montag 5. November 2018, 12:19

Ich will auch noch ein paar Konzerte nachliefern. Ich hatte schonmal angefangen zu tippen, aber dann hat mein Browser leider den ganzen langen Text beim Absenden gefressen - eigene Schuld - deshalb kommt das hier aus ner Textdatei.

Die Daten kriege ich nicht mehr zusammen, aber es war ein schönes Zeuch, was ich da bekam.

Los gings im September mit Haggard im großen Raum vom Backstage. Wir sind hingekommen und haben uns erstmal draussen noch Bierchen geholt und ein wenig die Düstergemeinde angeschaut. Parallel dazu war irgendwas im kleinen Raum, wo sich alle in schwarz-weiße Hemden und ganz viel Schminke (geschlechtsunabhängig) geworfen hatten. Das hat schon sehr aufwendig und stylisch ausgesehen und die Parade wollten wir uns nicht entgehen lassen. Haggard selbst hatten zwei Vorbands dabei zu denen wir auch immer brav rein sind. Metal ist ja nicht
ganz so meines, aber wenn das gut gemacht ist, dann kann das schon einen Nerv bei mir treffen und ich dem schon hin und wieder was abgewinnen. Irgendwelche Einschubladungen kriege ich aber wirklich nicht hin.
Also, die erste Band waren Unshine aus Finnland glaub ich. Die hatten eine sehr schüchterne Sängerin und einen Haufen Langhaarige in der Standardbesetzung und das fand ich langsam und fad. Das wirkte für mich, wie wenn die einfach nicht besser/schneller könnten. Die Sängerin hat ihre 2-3 Waberbewegungen gemacht und war einfach volle Kanne unsicher. Mir hat das gar nicht gefallen. Den anderen Anwesenden konte ich keine Emotion ablesen, ob die gut oder schlecht ankamen. Es war halt das metaltypische Rumgestehe, was sich aber bei der Hauptband auch nicht geändert hat. Selbst Haggard blickte auf eine unbewegliche Wand aus Augen, Haaren und korsiert-geschnürtem Fett. Das musst du halt auch gewohnt sein, aber das sind die und das passt schon. Ist halt so. Die Unshines sind aber auch glaub ich noch sehr unerfahren und vielleicht wirds noch.

eine Liedprobe:

Danach wieder raus, noch ein Bier und zur 2. Vorband aus Italien wieder rein. Sound Storm hießen die kreativerweise. Besetzung wie vorher, nur noch mit einem weiteren Sänger und Selbstvertrauen und Bühnenpräsenz bei der sängerin und was das ausmacht, hab ich gleich gesehen. Die waren richtig richtig gut. Das Zusammenspiel zwischen den beiden klang toll und sah auch toll aus, die Band hat super gespielt und wirkte kein bisschen limitiert, wie die Vorgänger. Die haben auch einfach mal gelächelt und hatten sich das selbst nicht ganz verboten, so wie die Vorgänger. Die hatten Spass. Die Zuschauer....siehe oben: weiß ich nicht. Also das war klasse, weil ich an sowas live normal nie hinlaufen würde:

Hörprobe:

Dann die Hauptband, deren Cheffe wohl Heimspiel hatte. Das hat man am Dialekt gehört und es waren wohl auch haufenweise Kumpels von ihm da. Haggard hatte ich zuletzt in den frühen 2000ern mal gesehen und fand sie damals schon saugut, aber diesmal war noch ein Eckchen oben drauf. 14 Musiker auf der Bühne, der Maestro vorne gesanglich unterstützt vom Basser und der Sopranistin, die, backstagetypisch, mal wieder fett Soundprobleme hatte und irgendwann genervt alle Ohrknöpfe und Kabel in die Ecke geworfen hat. 2h Spielzeit, altes Zeug, neues Zeug, wundervolle Musiker und Kompositionen. Der Abend hat sich voll rentiert und nach glaub 2,5h Spiel- und Erzählzeit haben sie dann aufgehört und alle sind glücklich zurückgelassen worden. Wir zumindest. Von den anderen weiß ich es nicht - siehe oben, Wand und so. Hat sich voll rentiert.

2. Anfang Oktober The Fratellis im Strom

Untertitel: Country im gestopften Raum.

Das Strom bot mir die Möglichkeit, endlich mal die Fratellis live zu sehen. Ich finde die ersten Alben richtig klasse und hab sie mir ja auch schon öfter mal fürs Tal gewünscht. Das Strom ist ein kleiner Ein-Raum-Club gegenüber vom KVR in München und ein echt sehr feiner Laden, wo ich schon so manchen schönen Abend hatte. Mich hats gewundert, dass die Fratellis nicht in was größerem gespielt haben, gerade, weil es recht zeitig ausverkauft war. Eine größere Halle wäre auch gut gewesen, weil von den geschätzt gut 200 Leuten ungefähr 30 zu viel drin waren. Es war echt vollgestopft. Mir macht das ja nicht so viel, weil ich über alle drüberkucken kann, aber kleinere Leute haben an dem Abend echt Probleme gehabt. Die Bühne ist auch nicht sonderlich erhöht - also die Sicht und die Bewegung war schon sehr eingeschränkt für Leute unter 1,80m.
Vorband waren Mona aus New Jersey glaub ich. Die kannte ich noch nicht. Die haben mir nicht so gut gefallen. Das war ziemlich langweiliger Standardrock mit Standardbesetzung. Oft ist es ja so, dass bei Vorbands hin und wieder eine Perle dabei ist - meins wars nicht und ich war froh, als die rum waren. Die waren nicht irgendwie schlecht, sondern einfach nur langweilig.

Hörprobe:

Dann kamen die Fratellis, wo ich gelesen habe, dass die sich zwischenzeitlich getrennt hatten und dann doch wieder zusammen gekommen sind. Ich hatte das Gefühl, aber das muss nicht stimmen, dass die keine so gute Bandchemie hatten. Jeder hat sein Ding gemacht und groß Bühnenfreude hab ich nicht erkennen können. Es gab einen Drummer, einen Gitarrist/Sänger, einen Basser und einen am Keyboard und die haben einfach alle ihren Job gemacht. Was mich gewundert hat, dass sie sich live wie eine Country-Band angehört haben. Ich kenne ja die ersten Alben sehr sehr gut und ich hab die Lieder erkennen können und die waren auch gut, aber auch anders irgendwie. Ich weiß nicht, ob ich zu den Varianten in meinem Kopf oder zur tatsächlichen Musik im Quetschtanz war. Es war ein wenig komisch - auch ganz gut, aber richtig gefeuert hat es nicht. Ich hab mich einfach gefreut, sie mal gesehen zu haben und dass sie so phantastische Lieder haben. Eine Ernüchterung hinterher - ich war mit dem Plan gekommen, meine CD-Sammlung von denen hinterher zu vervollständigen, aber die hatten am Merch keine einzige CD dabei. Ein Tourshirt, ein Bandshirt und ein paar Buttons. Mehr war da nicht. So sind einige enttäuscht wieder abgezogen. Das fand ich schwach. Aber es war trotzdem ein guter Konzertabend.

3. Bukahara im Ampère vom Muffatwerk.

Das kleine Ampère ist ein winziger, sehr breiter Raum neben der großen Muffathalle, in der ich glaub ich noch nie war. Ich kann mich zumindest nicht erinnern. Ich steh aber ja mehr auf den Kleinscheiß und der spielt eben im Nebenraum. An dem Abend selbst hatte ich so gar keinen Bock rauszugehen, einer meiner beiden Mitgänger hatte schon abgesagt und der zweite hat sich kurz vorher gemeldet, dass wir uns da und da treffen sollten. Ich hatte insgeheim ja schon gehofft, nicht mehr rauszumüssen, aber zum Glück ist es doch passiert. Ich hatte Bukahara mal ein wenig angehört, als die irgendwann vor 2-3 Jahren mal für den Steinbruch gebucht waren und hatte die als "Ja, ganz nett" abgespeichert und einfach in meinem Konzertkartenkaufwahn für den Herbst einfach mal Karten mitgekauft. Zum Glück. Also hin, vor der Tür noch eine geraucht und rein in den Raum. Da der Raum, wie schon erwähnt, mehr quer als lang ist, hat sich das breit an der Bühne verteilt. Es war auch ausverkauft und ich schätze, dass so 150 Leute da waren. Zusatzkonzert gabs am nächsten Tag auch und das haben die Jungs sich echt auch verdient. 4 tolle Musiker, die alle auf einer Reihe dastehen und wo jeder für die Band wichtig und ein Gesicht ist. Sowas mag ich. Und innovativ finde ich auch, dass die keinen echten Schlagzeuger haben, sondern die Schlagzeugelemente aufgeteilt haben. Der Gitarrist spielt die Bassdrum und ein Highhead und der Trompeter/Posaunist/Tubist spielt die kleine Trommel. Dazu noch ein Geiger/Quetschespieler und einer, der irgendwie alles macht - Bongos, Kontrabass mit Zupf und Streich, Percussion und Gesang. Gesang darf eh jeder. Ja, und die hatten sowas von Bock und das hat so Laune gemacht. 2h haben sie ohne Vorband gespielt und es war ein genialer Abend. Die Band selbst, wer sie nicht kennt, ist für mich eine Melange aus Mumford, Django 3000 und guter Laune (meistens). Diese Varianz in den Liedern, den Stimmen und dieses tolle Zusammenspiel von den 4 Charakterköpfen ist so herrlich anzuschauen. Die schau ich mir so oft wie möglich nochmal an. Kommen die mal wieder wo hin, dann ist das für mich kein "Ja, geht schon mal, wenn ich da bin", sondern ein "Aus dem Campingstuhl-Aufstehgrund, damit ich pünktlich bin"! Sie haben auch neue Lieder gespielt, die teilweise noch gar keinen Namen haben. Hach, ich bin begeistert! Alles hat getanzt, alle waren hinterher lächelnd da und jeder hatte einen tollen Abend!

Im Ampère selbst fühle ich mich bei Konzerten ansich nicht so wohl - Getränke gibts fast nur in Gläsern und selbst für München sind die sauteuer. 0,33l Bier gibts für 4,60€. Ich hab den ganzen Abend nix getrunken und auch so hab ich wenig Leute gesehen, die was hatten. Wurscht! Super Abend!

Hörprobe und guter Live-Eindruck:

4. George Ezra in der Tonhalle

Untertitel: Erfolg zieht Konzertmuggel an.

Ich hab mir kurz nach dem grandiosen Southside-Auftritt vom George Karten für ein Einzelkonzert gekauft, in der Annahme, dass das so wiederholbar wäre und mir ein sehr schöner Konzertabend bevorstehen würde. Der wurde mir leider verdorben, weil es zwischen Kartenkauf und Konzert wohl anfing, dass George mit seinem neuen Zeug auf Bayern 3 läuft. Als Radioverweigerer wusste ich das nicht, läuft da doch nach meiner Annahme fast nur redundanter minderwertiger Konservenscheißdreck.

Also, im Regen hingelatscht und eine halbe Stunde angestanden, weil es eben kein Konzertpublikum, sondern Konzertmuggel waren, die da den Großteil des Publikums ausmachten. Die Secs waren beim Filzen echt schnell, aber was die den Leuten abgenommen haben. Laptoptaschen, massenhaft unklappbare Regenschirme, Taschen so groß wie Einkaufstüten etc.. Aufm Klo dann ein Typ im Freizeithemd, der versucht hat, sich den grauen Fönigel unter dem Handtrockner zu fönen, Leute, die mich bei noch halbleerer Halle antippen "Du also, du musst da jetzt woanders hingehen - meine Tochter und ich waren zuerst hier und so sehen wir nix." (Anmerkung - es war ausverkauft und ich hab die später grantig und im Handy tippend gesehen, weil sich natürlich da auch noch normalgroße Leute vor die gestellt haben, Handybildschirme überall und so gut wie keine Publikumsinteraktion.
Also ich hab mir von dem ganzen drumherum den Abend vermiesen lassen. Das Konzert selbst war souverän, aber auch nicht gut. Es waren exakt, wie bei einem Theaterstück, die selben Worte in jeder Zwischenansage, die er gemacht hat. Es ist einfach nicht gut, eine Band innerhalb einer Saison 2x anzuschauen. Dazu noch wars ein leider modern gewordener und marketing-üblicher 90-Minüter, wo exakt nach der Zeit Schluss war. Grad so viel, dass die Leute nicht motzen, aber nicht mehr als notwendig. Dazu wirkte der George auch irgendwie angeschlagen - die tiefe Stimme hatte nicht den Druck wie sonst und, was vielleicht auch für ein Bayern-3-Konzert spricht: es war viel zu leise. Ich habe während der reinen Gitarrenstücke, die er ja auch hat, kaum was verstanden und hatte die ganze Zeit diesen typischen Bierzelt-Unterton an Gesprächen im Ohr. Bisschen mehr Dampf auf den Boxen hätte der ganzen Sache nicht geschadet. Ein negatives Highlight noch: zwei Schicksen mit zwei gelangweilten Typen:"Ey, lass uns mal weiter vorgehen - da kann ich ihn besser filmen." Ja, ich hab das verstanden, weil es zu leise war. Die sind dann nach vorne und nach ca. 10 Minuten haben sie sich wieder nach hinten durchgedrückt, um eine Rauchen zu gehen. Das Video war ja gemacht, der Welt kann so mitgeteilt werden, dass sie dort waren und mehr brauchts ja auch nicht.
Jeder kann machen, was er will. Schade find ichs halt.

Also, ich gönne ihm den Erfolg, denn er ist ein toller Musiker mit tollen Sachen - live werde ich ihn mir allerdings auf Einzelkonzerten nicht mehr anschauen. Es trifft wohl die Songzeile aus "so lang die Fahne weht" von Montreal zu: Wer ne unbekannte Band hört, muss sie hassen, wenn sie Trend wird.
George ist voll Trend. Egoistisch gesehen: leider. Absolut gesehen: gut für ihn.

Ich bin dann auch wenige wochen später mit einem Kumpel, der im Auto nur Radio hört, ca. 10h am Wochenende gefahren und da hab ich erst gemerkt, wie schlimm das ist - wir hatten 5 Ezra-Lieder in der Zeit. Das hat mir dann auch das Publikum erklärt.

Am Rausweg hab ich dann noch ein Plakat für den Dirk gesehen. Ich häng das mal hier an. Und ein weiteres Plakat hab ich gesehen: Im Mai spielt er gleich noch in der Olympiahalle - da sieht dann Mutti mit der Tochter vom Sitzplatz auch was. Pff!

...und nach unkows Frank Turner Bericht (Danke!) freue ich mich schon auf das Konzert in der Tonhalle - aber der läuft ja auch nicht im Radio)

Edit: OK, ich hängs nicht mit an: am 19.1. spielen Snow Patrol im Zenith. Das war die Info davon.
Let the rebels begin
Let the fire be started
We're dancing for the desperate and the broken-hearted

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